Straßenlaternen: Innogy und Vodafone kooperieren

Innogy und Vodafone beabsichtigen eine Kooperation im Bereich intelligente Straßenlaternen. Der Telekommunikationsanbieter soll dabei die Software liefern.

Im Bereich Smart City hat sich Innogy mit dem Telekommunikationsanbieter Vodafone zusammengetan. Künftig wollen beide Konzerne smarte Straßenlaternen anbieten, die neben Beleuchtung auch als Ladesäulen genutzt werden können, sagte Innogy-Chef Peter Terium gegenüber dem "Handelsblatt". Sein Unternehmen betreibe in ganz Europa 1,5 Millionen Straßenlaternen.

Die Kooperation der beiden Konzerne betrifft das Management, die Instandhaltung oder Störungsbeseitigung der Leuchten. Innogy wolle sich vor allem auf das Netzmanagement konzentrieren, "wir werden zu einem Datenmanagementkonzern", so Terium. Allerdings wollen beide Konzerne nah an ihrem Kerngeschäft bleiben. Der Bau von Ladesäulen käme beispielsweise nicht in Frage.

"Allein-Machen ist vorbei"

Es geht dabei aber nicht nur um Beleuchtung: "Damit der Stromverbrauch intelligent gesteuert werden kann, müssen Windräder Solaranlagen und Gaskraftwerke mit Elektroautos, Boilern oder Batteriespeichern vernetzt sein", sagt Vodafone-Deutschland CEO Dr. Hannes Ametsreiter dem Blatt. Überall wo ein Gerät eine SIM-Karte benötige, komme sein Unternehmen ins Spiel.

Die Zeiten des Allein-Machens seien vorbei, so Ametsreiter. "Mehrwert wird heute darüber generiert, dass man verschiedenste Informationen miteinander verbindet", zitiert ihn das Blatt. Das gehe aber nur, wenn man sich öffne. (sg)