Zu viele Daten machen es den Unternehmen schwer, die relevanten herauszufiltern.
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Studie: Zu viele Datenquellen überfordern Unternehmen

Viele Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz verzetteln sich im Ungang und der systematischen Einbindung von Daten unterschiedlicher Herkunft. Das ergibt eine Studie der Unternehmensberatung Sopra Steria Consulting.

Knackpunkt bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Serviceleistungen ist weniger die technische Analysepower, sondern die fehlende fachliche Verwertung: 43 Prozent der befragten Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben laut einer Studie von Sopra Steria Consulting Schwierigkeiten, aus Daten Wissen und Erkenntnisse abzuleiten und im Ergebnis Mehrwert durch Information zu schaffen. Mehr als jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) sieht Nachholbedarf bei der Integration und Verknüpfung von Daten in die fachliche Arbeit. Im Ergebnis würden die Informationen verpuffen, oder die Unternehmen falsche Schlüsse ziehen. Insgesamt nahmen an der Studie 314 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen teil.

Inzwischen würden auch einige Unternehmen von der Strategie, möglichst viele Datenquellen und Datensätze zu nutzen, abrücken. "Es geht nicht darum, Weltmeister im Anzapfen möglichst vieler Datenquellen zu werden", kommentierte Lars Schlömer, Leiter BI & Analytics bei Sopra Steria Consulting die Ergebnisse. Nicht Datenqualität und -menge würden über die Güte der datengetriebenen Geschäftsmodelle entscheiden, "sondern das fachliche sowie analytische Know-how, mit den Daten etwas Wertschöpfendes anzustellen". Es komme darauf an, qualifizierte Teams aus Data Scientists und Fachspezialisten zusammenzubringen, die in einer agilen Arbeitsumgebung systematisch Anwendungsfälle identifizieren und erschließen. Ebenso sollten sie die Frage nach den tatsächlich benötigten Datenmengen mitbeantworten. (sg)