SW Bad Reichenhall führen erfolgreich ISMS ein

Das oberbayerische Kommunalunternehmen hat die ISMS-Zertifizierung abgeschlossen. Das Projekt erstreckte sich über knapp ein Jahr.

Die Stadtwerke Bad Reichenhall haben den Aufbau und Betrieb eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) erfolgreich abgeschlossen. Die Zertifizierung erfolgte nach dem Standard ISO/IEC 27001 sowie ISO/IEC TR 27019.

Mit der Zertifizierung setzt das Kommunalunternehmen den IT-Sicherheitskatalog der Bundesnetzagentur um. Dieser verpflichtet die Betreiber von Netzen zur Energieversorgung mit Blick auf die wachsende Gefahr von IT-Sabotage die Sicherheit ihres Netzbetriebs nachzuweisen. Bis Ende Januar 2018 müssen alle betroffenen Energieversorger den IT-Sicherheitskatalog umgesetzt haben.

Chance für besseren Schutz der Geschäftsmodelle

Das oberbayerische Kommunalunternehmen hat bei dem Zertifizierungsprojekt gemäß Medienmitteilung eng mit dem Dienstleister Süd IT AG zusammengearbeitet. Das gesamte Zertifizierungsprojekt erstreckte sich über elf Monate. "Die Umsetzung des IT-Sicherheitskatalogs ist für uns keine bloße Pflichtübung", sagt Jörg Schmitt, Vorstand der Stadtwerke Bad Reichenhall. Man habe die Zertifizierung in erster Linie als Chance gesehen, einen dynamischen Schutz für die eigenen Geschäftsmodelle zu implementieren.

Betriebswirtschaftlicher Mehrwert

Dies habe man mit weniger Zeit- und Budgeteinsatz erreicht als geplant. Auch betriebswirtschaftlich profitierten die Stadtwerke davon, in Form von umfassender Prozesskontrolle und Workflow-Optimierung, so Schmitt. Die Süd IT hat zusammen mit den Branchenverbänden KOV und PEG ein speziell für mittelständische Energieversorger zugeschnittenes Projektvorgehen entwickelt. Damit können die Netzbetreiber die Vorgaben der Bundesnetzagentur effizient erfüllen und gleichzeitig von den Vorteilen eines ISMS profitieren, erklärt Süd IT Vorstand Dr. Stefan Krempl. (hoe)