"Oftmals hat eine Kommune das, was die andere gerade braucht – wir möchten dieses Netzwerk schaffen und einfach zugänglich machen", so das Stadtwerk am See.
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SWSee baut Kommunalplattform

Das Stadtwerk am See und die Hochschule Ravensburg-Weingarten entwickeln zusammen eine Online-Plattform für Kommunen. Damit will der Kommunalversorger sein Netzwerk in diesem Bereich weiter verbessern.

"Wir möchten Städte und Gemeinden der Region dabei unterstützen, einfacher Leistungen auszutauschen", erklärt Projektleiter Oliver Hoch vom Stadtwerk am See. Der Versorger bietet in Kooperation mit der Hochschule Ravensburg-Weingarten künftig eine Online-Plattform für Kommunen. "Oftmals hat eine Kommune das, was die andere gerade braucht – wir möchten dieses Netzwerk schaffen und einfach zugänglich machen." Das gilt sowohl für Maschinen als auch für Mitarbeiter mit speziellem Know-how.

Derzeit ist die Plattform in der Testphase. Über sie können Kommunen Transaktionskosten sparen, da sie transparent sehen können, was andere Kommunen benötigen und ihre Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stellen, konkretisiert das Stadtwerk am See. Der Kommunalversorger stellt die Plattform zur Verfügung – was die Kommunen daraus machen, hänge von ihnen selbst ab. Beispiele für kommunale Dienstleistungen könnten etwa sein:

  • Eine Kommune leiht sich von der anderen Kommune oftmals teure und nicht so häufig benutzte Geräte und Fahrzeuge wie Hubsteiger oder ähnliches aus.
  • Ein Verleihsystem von Personal wie Bademeistern oder ähnlichem. Gerade kleinere Kommunen könnten so Krankheits- oder Urlaubsausfälle besser kompensieren.

Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Ravensburg-Weingarten sei äußerst positiv verlaufen. "Für unsere Studentinnen war das ein besonders spannendes Projekt", erzählt Marius Hofmeister, Professor für Webentwicklung. Dabei komme es bei Entwicklung von Weblösungen nicht nur auf eine technisch saubere Umsetzung an. "Es ist eben auch wichtig, in Abstimmung mit dem Kunden dessen Vorstellungen zu erkennen und umzusetzen."

Das bestätigen die Studentinnen Patricia Meyer, Christine Hartneck und Marie Schulz, die das Projekt im Rahmen der Lehrveranstaltung "Webentwicklung" umgesetzt haben: "Die Vorgespräche und Analysen waren ebenso spannend wie die Programmierung selber." Und der reale Fall sei besonders motivierend gewesen: "Es ist toll zu wissen, dass das Stadtwerk am See unsere Arbeit auch wirklich einsetzt." (sg)