Kommunale Unternehmen haben in den Breitbandausbau investiert. Bild: EWE-TEL

Telekom-Konkurrenten sind Treiber beim Breitband

Der Verband Breko sieht seine wesentlichen Positionen durch ein Sondergutachten der Monopolkommission bestätigt.

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO), in dem auch zahlreiche Telekommunikationstöchter von Stadtwerken engagiert sind, begrüßt die zentralen Aussagen der Monopolkommission, die jüngst ihr Sondergutachten zur Wettbewerbssituation im Telekommunikationssektor vorgestellt hat. So kommt die Monopolkommission zum Ergebnis, dass eine Regulierung der Vorleistungsprodukte der Deutschen Telekom auch weiterhin unverzichtbar bleibt. Ein Aussetzen der Regulierung – wie es die Deutsche Telekom im Zuge der Koalitionsverhandlungen massiv verlangt hatte – gehe zu Lasten von Infrastrukturinvestitionen. Denn die Breitbandinvestitionen in Deutschland werden gegenwärtig mehrheitlich von den alternativen Netzbetreibern getätigt, heißt es in dem Sondergutachten. Damit bestätige die Monopolkommision, dass Wettbewerb der Treiber für Investitionen in Breitbandnetze ist, bekräftigt Breko-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers.

Kritisch sieht der Verband hingegen den Auftrag der Monopolkommission an die Bundesnetzagentur, eine regionalisierte Marktbetrachtung zu prüfen – und damit auch den Weg für eine regionalisierte Regulierung frei zu machen. Die Bundesnetzagentur dürfe, so der Verband, die Regulierung gegenüber der Telekom auch in einzelnen regionalen Teilmärkten nicht lockern, da sie noch immer einen marktbeherrschenden Status mit einem Anteil von mehr als 85 % bei den Anschlüssen hat. (wa)