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Neue Podcastfolge: Der smarte Tarif aus Wuppertal

Die Wuppertaler Stadtwerke haben dynamische Tarife schon früh auf dem Schirm gehabt. Über ihren jetzigen Stand sprechen die Experten bei "Im Fokus".
29.06.2024

In dieser Folge besucht Stefan Lennardt (l.) die Wuppertaler Stadtwerke (v.l.): Andy Völschow, Bastian Dette und Stefan Jünke.

Dynamische Tarife sind in Ländern wie Dänemark bereits weitverbreitet. Hierzulande sind die Stromversorger erst ab 2025 dazu verpflichtet, aber viele Unternehmen launchen jetzt erste Produkte. Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) bieten den dynamischen Tarif schon länger an. ZfK-Podcast-Moderator Stefan Lennardt hat das kommunale Unternehmen deshalb für die aktuelle Folge von "Im Fokus" besucht.

"Der dynamische Tarif ist ein Angebot an die Kunden, das zeigt, dass wir leistungsfähig und der richtige Partner für die Energieversorgung der Zukunft sind. Am Ende ist es ein Kundenbindungsinstrument", erklärt Andy Völschow, Prokurist und Leiter der Kunden- und Quartierslösungen bei den Wuppertaler Stadtwerken.

Im Jahr 2017 führten die Stadtwerke den ersten dynamischen Tarif ein. Damals haben sie ein Produkt für den gewerblichen und industriellen Bereich konzipiert. "Unser Projekt hatte nicht den Durschlag, da es noch keine Anreize wie heute gab", sagt Völschow. An dynamische Tarife für Privathaushalte sei damals gar nicht erst zu denken gewesen.

Die Stadtwerke blieben aber am Thema dran, heute vertreiben sie den dynamischen Tarif "Tal.Markt Flex" für Privathaushalte. In der App oder auf der Website sieht der Kunde seinen Verbrauch und die Strompreise. Jeden Tag erfährt er die verbindlichen stündlichen Preise für den Folgetag und kann sich nach ihnen richten, etwa indem er die Wäsche zur sonnigen Mittagszeit wäscht.

So einfach wie möglich

Noch besser ist es, wenn der Kunde gar nicht nachdenken muss. »Ein wesentliches Element der dynamischen Tarife ist die Automatisierung, da die anfängliche spielerische Begeisterung für das Produkt nachlässt«, sagt Völschow. Das intelligente Laden eines elektrischen Pkw ist bereits in Kombination mit der WSW-Plattform möglich. Über das "Smart Charging" können die Pkw wie Batteriespeicher agieren.

Als Produktentwickler bei den Stadtwerken ist Bastian Dette dafür zuständig, dass die Kunden dann auch zufrieden sind. "Wir wollen die Informationen so einfach wie möglich dem Kunden zur Verfügung stellen", erklärt Dette. Dafür gibt es die "Energiepreisuhr", die farblich hervorhebt, wann der Stromverbrauch für den Kunden besonders attraktiv ist. 

Mehr Details, etwa wie viel Prozent der Stromkunden einmal einen dynamischen Tarif haben werden, können Sie jetzt in der Podcast-Folge hören.

Eine ganze Staffel zur Digitalisierung

Die gesamte zweite Staffel von "Im Fokus" dreht sich um die Digitalisierung in kommunalen Unternehmen.

(pfa)