13 Städte und Komunen sollen vom Bundesinnenministerium zukünftig in Fragen der Digitalisierung unterstützt werden.
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13 Städte als "Smart City" ausgewählt

Horst Seehofer ist davon überzeugt, dass die Digitalisierung den Alltag der Bürger verändern wird. Deshalb will das Bundesinnenministerium zukünftig digitale Strategien in Städten und Kommunen fördern.

Das Bundesinnenministerium will digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft entwickeln. Damit diese erprobt werden können, hatte es Städte, Kreise und Gemeinden aufgerufen, sich an einem gemeinsamen Projekt zu beteiligen. Das Projekt wurde bereits 2016 als Dialogplattform Smart Cities von der Bundesregierung eingerichtet.

Die Projekte sollen miteinander und beispielhaft erproben, wie die Digitalisierung in den Kommunen im Sinne einer integrierten Stadtentwicklung nachhaltig und intelligent gestaltet werden kann. Der Wissenstransfer in die Breite, also zwischen den Modellprojekten und den nicht unmittelbar geförderten Städten aber auch mit nationalen wie internationalen Experten ist deshalb die wesentliche Zielstellung der Förderung von Modellprojekten, beschreibt das Bundesinnenministerium in einer Stellungnahme.

Städte und Gemeinden schafften es in die Auswahl

Nun stehen die ersten Förderpartner der "Modellprojekte Smart Cities" fest: Nach Angaben des Ministeriums von Dienstag wurden in der Kategorie "Großstädte" Solingen, Ulm und Wolfsburg ausgewählt, in der Kategorie "Mittlere Städte" waren es Cottbus, Gera und Kaiserslautern.

Den Zuschlag in der Kategorie "Kleinstädte und Landgemeinden" erhielten Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) , Haßfurt (Bayern), Süderbrarup (Schleswig-Holstein) und Zwönitz (Sachsen). In der Kategorie "Interkommunale Kooperationen und Landkreise" wurden demnach die nordrhein-westfälische Kooperation Arnsberg, Olpe, Menden, Soest und die Bad Berleburg und die sächsische Kooperation Brandis, Naunhof, Borsdorf, Großpösna, Belgershain, Parthenstein und Machern sowie der bayrische Landkreis Wunsiedel ausgewählt. Gerade die Stadt Haßfurt und der Landkreis Wunsiedel arbeiten eng mit ihren Stadtwerken an der Förderung der Digitalisierung zusammen.

Digitalisierung verändert Alltag

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erklärte: "In der Stadt trifft die Digitalisierung auf das Leben der Menschen und verändert unseren Alltag – wir kaufen zunehmend in Online-Shops statt in Geschäften, teilen Fahrzeuge und sind mit dem Smartphone ganz anders unterwegs." Für die daraus resultierenden Chancen und Herausforderungen brauche es zukunftsfähige Konzepte, auch bei der Stadtentwicklung. "Genau hier setzen die Modellprojekte Smart Cities an. Die ersten geförderten Projekte zeigen dabei eindrucksvoll, wie der digitale Wandel einer Stadt zum Nutzen der Menschen vor Ort gestaltet werden kann."

Der Bund will nach Angaben des Ministeriums über einen Zeitraum von zehn Jahren in vier Staffeln rund 50 Modellprojekte mit etwa 750 Mio. Euro fördern. Für die erste Staffel stehen demnach rund 150 Mio. Euro bereit. (dpa/bh)