50 MW an flexibler Kraft

Clens vermarktet bereits 80 Notstromaggregate zur Lastaussteuerung. Neben den Regelenergiemärkten sind auch andere Märkte im Fokus.

Netzersatzanlagen (NEA) oder Notstromaggregate bleiben meist über längere Zeit ungenutzt. Dabei können sie als flexible Erzeugungsanlagen gewinnbringend an den Regelenergie- und Kurzfristmärkten vermarktet werden. Dies sorgt für eine Stabilisierung des Energiesystems. Die Clean Energy Sourcing (Clens) betreibt über das eigene virtuelle Kraftwerke knapp 80 Anlagen mit einer installierten Leistung von rund 50 MW am Regelenergiemarkt. Der größte Teil dieser Anlagen erfüllt die vergleichsweise hohen technischen Anforderungen des Sekundärregelenergiemarktes. Erst jüngst hat das Unternehmen 4,7 MW (Acht NEA-Einheiten) der Fernwasservrsorgung Franken mit ins virtuelle Kraftwerk aufgenommen.

Dass die Bedeutung dieses Potenzials bei der Energiewende zunehmen wird, hat auch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) im Weißbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“ hervorgehoben, erläutert Clens. Das BMWi möchte sicherstellen, dass der flexible Einsatz von NEA vereinfacht werde. Zum jetzigen Zeitpunkt bestünden aber gerade für Bestandsanlagen weiterhin erhebliche Markteintrittsbarrieren. "Für die Hebung dieser Potenziale gilt es nun, durch die Schaffung transparenter Vorgaben sowie der verbindlichen Absprache mit den Verteilnetzbetreibern, einen verlässlichen Marktzugang zu garantieren", erläutert das Leipziger Unternehmen.

Des Weiteren müsse NEA künftig systematisch im sogenannten Marktstammdatenregister erfasst werden. Clens empfiehlt Betreibern von NEA daher, die Registrierung im Marktstammdatenregister zum Anlass zu nehmen, um die Möglichkeiten einer flexiblen Vermarkung zu prüfen. (al)