Süddeutschland plant Kooperation bei Smart Energy

Baden-Württemberg und Bayern wollen Modellregion für intelligente Stromversorgung werden.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg und das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit planen in enger Zusammenarbeit mit der Agora Energiewende eine Studie. Im Zentrum dieser soll das sogenannte Lastmanagement stehen, bei dem Großverbraucher ihren Strombedarf so steuern, dass Nachfrage und Stromerzeugung im Einklang sind.

Die Studie soll Fragen dazu beantworten wie sich eine hohe Versorgungssicherheit in Süddeutschland auch in Zukunft sicherstellen lasse und wie Industrie und Gewerbe mit der gezielten Steuerung ihres Verbrauchs einen Beitrag dazu leisten können. "Wir wollen, dass es attraktiv wird, Strom vor allem dann zu verbrauchen, wenn Sonne und Wind ihn reichlich liefern. Und wir wollen dafür das Bewusstsein und die Voraussetzungen schaffen. Deshalb untersuchen wir jetzt ganz konkret, ob und wie das zu den Prozessen in Industrie und Gewerbe passen könnte," so die drei Initiatoren. Gerade im Lastmanagement sehe man "ein großes Potential", das mit den richtigen Anreizen für einzelne Unternehmen und für die ganze Volkswirtschaft ein Gewinn sei. "Süddeutschland soll zur Modellregion für intelligente Stromversorgung werden," so das Ziel des Dreigespanns.

Bis zum Sommer 2013 sollen die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen. Das Fraunhofer Institut für System und Innovationsforschung in Karlsruhe und die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH in München sind mit der Ausarbeitung der Studie beauftragt. (sg)