So sehen die visuell aufgearbeiteten Messergebnisse im shine Hub aus.

Höchstförderung für innovatives Smart-Meter-Projekt

"shine Hub" heißt der Minicomputer, der Prosumern zu hohen Energieeinsparungen und mehr Autarkie verhelfen kann. Durch die Förderung des BMWI kann der Smart Meter mit vielen Features nun kostengünstig getestet werden.

Zur Umsetzung des Energieeinspar-Pilotprojektes "Einsparzähler" erhält das digitale Energieunternehmen Shine die Höchstförderungssumme des Bundesministeriums für Wirtschaft von einer Mio. Euro. Mit der Förderung sollen 6 100 Kunden das innovative Produkt testen können.

Shine hat ein intelligentes Energiemanagementsystem entworfen, den "shine Hub". Dieser soll Eigenstromerzeugern mit Hilfe eines selbstlernenden Algorithmus eine Vollautomatisierung des Energiehaushaltes ermöglichen. Das Unternehmen bezeichnet den Minicomputer als „Superhirn der Eigenstromproduktion“. Über WLAN wird das Gerät mit der PV-Anlage oder dem BHKW und dem mitgelieferten Smart Meter verbunden. Dieses erfasst alle Daten zu Produktion, Verbrauch, Netzeinspeisung und -bezug des Stroms in Echtzeit. Anschließend übermittelt es sie selbstständig an den Energiemanager "shine Hub".

Über den "shine Hub" werden die Daten in der "shine Cloud" mit dem selbstlernenden Algorithmus ausgewertet. So kann der Energiemanager die besten Einstellungen für die Anlage finden. Das bedeutet: Der Strom wird dann produziert, wenn er gebraucht wird, während der zusätzliche Strombezug auf ein Minimum sinkt.

Unternehmen garantiert hohes Einsparpotenzial

„Selbstproduzierter und -verbrauchter Strom ist der nachhaltigste und auch langfristig günstigste Strom. Vor dem Hintergrund steigender Strompreise und sinkender Einspeisevergütung sorgen wir mit shineHub dafür, dass möglichst viel des Eigenstroms gleich vor Ort zu Hause verbraucht wird“, erklärt Felix Grolman, CEO von Shine, die Idee des Einsparzählers.

Ohne zusätzlichen Aufwand oder technische Veränderungen prophezeit das Unternehmen eine um bis zu acht Prozent erhöhte PV-Produktion und einen höheren Eigenverbrauch, für BHKW-Betreiber soll sich die jährliche Kostenersparnis auf bis zu 700 Euro belaufen.

Autarkiegrad und CO2-Einsparungen steigern

Zusätzlich soll die Nutzung für den Prosumer weitere Vorteile bringen: Der Autarkiegrad und die CO2-Einsparungen können mit Hilfe eines detaillierten Energiereports genau ermittelt werden. Zudem lassen sich eventuelle Störungen der Anlage frühzeitig erkennen und beseitigen, was die Lebenszeit der Anlage erhöhen kann. Auch eine Wirtschaftlichkeits- und Investitionsanalyse führt der "shine Hub" selbstständig durch.

Verbraucher können bei einer Teilnahme am Förderprogramm den intelligenten Stromzähler "shine Smart" erhalten, ohne dass Kosten für Hardware und Installation anfallen. Mit der Teilnahme erklären sie sich bereit, die eigenen Energieverbrauchsdaten in anonymisierter Form für eine wissenschaftliche Auswertung mit dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu teilen.

Nutzung auch ohne Förderprogramm möglich

Ohne Teilnahme am Förderprogramm fällt neben den monatlichen Kosten von 4,99 Euro eine Einrichtungsgebühr in Höhe von 69 Euro an. In der monatlichen Gebühr sind die Kosten für den Smart Meter, den Messstellenbetrieb sowie die kontinuierliche Analyse der individuellen Verbrauchswerte enthalten. (hol)