Stromleitungsprojekte müssen dringend umgesetzt werden
Bild: RWE

Baden-Württemberg mit Smart-Grids-Roadmap

Geht es nach dem baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller, könnte das Bundesland zu einem Vorreiter für intelligente Stromnetze werden.

Die vom Umweltbundesminister vorgestellte sog. "Smart-Grids-Roadmap" beruht auf Vorschlägen und Handlungsempfehlungen der Smart-Grids-Plattform, die Untersteller im November 2012 zusammen mit Akteuren aus Industrie, Energiewirtschaft, Wissenschaft und Politik ins Leben gerufen hatte. Sie zeige, wo Innovationsschwerpunkte in Baden-Württemberg liegen, welche Handlungs- und Lösungsansätze es gibt, welche Rahmenbedingungen geändert werden sollten, welche tragfähige Geschäftsmodelle entwickelt und welche Pilotprojekte angestoßen werden könnten.

So wird zum Beispiel empfohlen einen Lehrstuhl zur interdisziplinären Integration des Themas Smart Grids in der Forschung und Lehre einzurichten. Ebenso wird angeregt, Pilotprojekte zum Lastmanagement zu entwickeln, um den Spitzenlastbedarf in Süddeutschland zu decken. Außerdem gibt es den Vorschlag, das Verteilnetz durch den Einsatz von regelbaren Ortsnetztransformatoren in Richtung Smart Grids auszubauen.

Die Landesregierung werde die Arbeit der Plattform und die anstehenden Umsetzungen auch weiterhin begleiten und unterstützen. Dazu ist von Landesseite auch vorgesehen, im kommenden Jahr ein Förderprogramm für Demonstrationsvorhaben im Bereich Smart Grids aufzulegen. (sg)