Auf dem Weg zur Installation des intelligenten Messsystems im Amt Stralendorf (von links): E.dat-Zählermonteur Tobias Sass, E.dat-Leiter Messgerätetechnik Gerd Brügmann, E.dat-Abteilungsleiter Messservice Detlef Repper und Elektromeister Karl Ruppert von Thüga-SmartService . Foto: © Wemag/Stephan Rudolph-Kramer

Wemag Netz: Erste Haushaltskunden bekommen Smart Meter

Zunächst will sich der Messstellenbetreiber beim Rollout auf die größeren Ortschaften konzentrieren. Bis 2028 sollen 95 Prozent der Pflichteinbaufälle erfüllt sein.

Die ersten Messstellen im Versorgungsgebiet der Wemag Netz GmbH werden von sofort an mit intelligenten Messsystemen ausgerüstet. Der Auftrag dafür ging an die E.dat GmbH, eine 100prozentige Tochtergesellschaft der Wemag. Die ersten intelligenten Messsysteme wurden im Amt Stralendorf sowie in der Kindertagesstätte in Wittenförden bereits installiert und in Betrieb genommen, teilte der Netzbetreiber mit.
 
Das neue Gerät sende verschlüsselt einen Messwert pro Monat, damit enfalle künftig die Ablesung des Zählerstandes durch einen Dienstleister beziehungsweise durch den Kunden, erläutert Detlef Repper, Abteilungsleiter Messservice der eEdat GmbH. Später sollen die Smart Meter weitere Funktionen erhalten, wie die Visualisierung des eigenen Stromverbrauchs, die Wahlmöglichkeit von Stromtarifen sowie die Steuerung und Schaltung von Verbrauchs- und Einspeiseanlagen. Künftig sollen die intelligenten Messsysteme auch Zähler für Gas, Wasser oder Wärme einbinden. Zudem sind sie als gesicherte Kommunikationsplattform für Smart-Home-Anwendungen nutzbar.

Rolloutplan der Wemag
 
Die Wemag Netz beginnt ihren Rollout bei Endverbrauchern mit Messstellen in der Niederspannung und einem Jahresstromverbrauch von 6000 kWh bis höchstens 100.000 kWh. Für diese Gruppe gilt eine Einbauverpflichtung. „Wir konzentrieren uns zunächst auf größere Ortschaften wie Sternberg und Bützow“, kündigt Detlef Repper an, der das Projekt seit 2016 leitet.
 
Der Rollout-Plan der Wemag Netz sieht vor, dass noch in diesem Jahr die ersten 300 intelligenten Messsysteme bei Anschlussnutzern eingebaut werden. In den beiden darauffolgenden Jahren sollen rund 1000 weitere Systeme in Betrieb gehen. Bis 2028 ist geplant, 95 Prozent der Messstellen mit einem Jahresstromverbrauch zwischen 6000 kWh und 100.000 kWh im Netz-Gebiet mit einem Smart Meter auszustatten. Die Kunden werden mindestens drei Monate vor dem geplanten Einbau schriftlich informiert, teilte der Verteilnetzbetreiber mit. Ein weiteres Schreiben zum genauen Zeitpunkt des Einbaus erhalten die Kunden mindestens zwei Wochen vorher. (sg)