Freut sich über die neue Technik: Mit dem bayernweit ersten Smart Meter im Bayernwerk-Netz geht VBEW-Chef Detlef Fischer einen großen Schritt in die Energiezukunft. Bild: © Bayernwerk

Erstes intelligente Messsystem im Bayernwerk-Netz

VBEW-Geschäftsführer Detlef Fischer hat den Smart Meter im Bayernwerk-Netz bekommen. Mit den Geräten ist der Umstieg zum "Flexumer" möglich. Für das Bayernwerk ist das künftige intelligente Messwesen eine Zäsur in der Stromgeschichte.

Es ist das erste intelligente Messsystem im Netzgebiet des Bayernwerks, das sowohl den Stromverbrauch eines Kunden als auch die eingespeiste Energie einer PV-Anlage misst und übersichtlich darstellt. Eingebaut wurde das auch als Smart Meter oder intelligenter Stromzähler bezeichnete Gerät im Privatanwesen von Detlef Fischer, Geschäftsführer des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW).

"Zum einen muss ich als Vertreter eines Energieverbands innovative Produkte einfach frühzeitig ausprobieren. Zum anderen haben wir uns das gesellschaftliche Ziel gesetzt, ab dem Jahr 2050 möglichst klimaneutral zu leben. Da ist jeder gefragt, seinen persönlichen Beitrag zu leisten", sagte Fischer.

Ladestrom für Fahrzeuge

Mit dem neu installierten Gerät kann Familie Fischer nun täglich Erfahrungen zur Transparenz und Alltagstauglichkeit der neuen Technologie sammeln. "Da wir in der Familie mehrere Elektrofahrzeuge – Autos wie Fahrräder – nutzen, möchten wir den Strom der hauseigenen PV-Anlage bestmöglich in den Fahrzeugen speichern. Über das intelligente Messsystem können wir nun sehr schön erkennen, wenn die Photovoltaikanlage ins Netz einspeist und dann sofort reagieren, indem wir den Ladestrom für das Elektroauto erhöhen", so Fischer.

Mit Hilfe des Smart Meter können, so sein erstes Fazit, alle Familienmitglieder mehr über den Stromverbrauch und die eigene Stromerzeugung im Alltag lernen.

Zäsur in der Stromgeschichte

Für das Bayernwerk ist das neue Messwesen nach eigenen Angaben ein großer Schritt. Der Netzbetreiber versorgt rund sieben Millionen Menschen in Bayern mit seiner Infrastruktur, zu der auch das Zähler- und Messwesen gehört.

"Innovation und die ständige Weiterentwicklung immer intelligenterer Netze treiben wir seit Jahren voran", sagt Technik-Vorstand Egon Westphal. Der intelligente Zähler sei nun die technologische Brücke zum Kunden. Und weiter: "Das ist eine Zeitenwende, eine weitere Zäsur in der Stromgeschichte, die die Energiezukunft mit sich bringt."

Flexumer nehmen zentrale Rolle für Energiemarkt ein

Was sich bislang hinter dem Zähler, in den Leitungen oder an der Steckdose unsichtbar ereignet habe, komme nun für die Bayernwerk-Kunden anschaulich und transparent auf ein Tablet. Das Bayernwerk werde in Zukunft rund um intelligente Zähler weitere auf den Kunden zugeschnittene Produkte entwickeln.

Intelligente Messsysteme bieten eine Plattform zur Einbindung von Verbrauchern und Erzeugern in das Stromnetz und ermöglichen so die dezentrale und digitale Vernetzung einzelner Teilsysteme wie Photovoltaik, Speicher, E-Mobilität, Wärmepumpen oder anderer Bausteine. "Energie lokal und regenerativ erzeugen und so nah und effizient wie möglich nutzen. Unsere Kunden werden zu aktiven Flexumern, die eine zentrale Rolle für den Energiemarkt übernehmen. Das ist unser Bild der klimafreundlichen Energiewelt von morgen, an dem das Bayernwerk arbeitet“, unterstreicht Westphal. (sg)