ENM-Pressesprecher Marcelo Peerenboom (links) und der Leiter Messservice Benjamin Deppe zeigen, wie sich die Messtechnik bis 2032 verändern wird: Der schwarze analoge Zähler (links) wird gegen ein intelligentes Messsystem (rechts) bei Kunden über 6000 Kilowattstunden Jahresverbrauch ausgetauscht.
Bild: © evm/Ditscher

EVM-Netztochter startet Rollout moderner Zähler

Insgesamt 245 000 neue Stromzähler will die Netztochter der Energieversorgung Mittelrhein (EVM) bis 2032 austauschen.

Betroffen vom Zähler-Rollout bei der Energienetze Mittelrhein (ENM) sind 256 Kommunen in den Landkreisen Mayen-Koblenz, Altenkirchen, Ahrweiler, Rhein-Lahn, Cochem-Zell, Westerwald sowie die kreisfreie Stadt Koblenz. Dort werden bis 2032 die alten Ferraris-Zähler mit modernen Messeinrichtungen ausgetauscht. Für die Netztochter der EVM ist das ein "echtes Mammutprojekt". Schon seit gut drei Jahre bereite man sich auf das Prozedere, das insgesamt 14 Jahre dauern wird, vor. "Dabei spielt nicht nur die Technik eine wichtige Rolle, sondern auch die Prozesse dahinter", erklärt Benjamin Deppe, Leiter Messervice bei der ENM.

Zuvor hatte man mehrere Pilotprojekte getestet und einen Fahrplan aufgestellt. Was noch fehlt sind intelligente Messsysteme. Derzeit wartet die Branche sehnsüchtig darauf, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mindestens drei Kommunikationsmodule, also die sogenannten Smart-Meter-Gateways, zertifiziert. Neun werden derzeit von der Behörde geprüft. Allerdings habe man in den Pilotprojekten auch schon Tests mit intelligenten Messsystemen durchgeführt, so Deppe. Der Pilot mit final zertifizierten Geräten stehe noch bevor. Danach sollen die intelligenten Messsysteme auch beim Kunden eingebaut werden. (sg)