Mit dem offiziellen Listing als Dienstleister für die Smart-Meter-Gateway-Administration kann Tremondi die Live-Schaltung bei seinen Kunden angehen.
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Gateway-Administration: Tremondi startet mit 65 Kunden

Das Joint-Venture der IVU-Informationssysteme und der Wilken-Software-Group ist nun offiziell beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik als Dienstleister für die Gateway-Administration gelistet. Das Unternehmen vertritt 65 Werke.

Bereits Anfang Februar dieses Jahres hatte der Gateway-Administrations-Lösungsanbieter Tremondi die BSI-Zertifizierung erhalten. Nun wurde mit dem offiziellen Listing durch der Bonner Behörde auch die letzte formale Hürde genommen.

Derzeit laufe die Übernahme der Kundenumgebungen aus den bisherigen Testumgebungen in die Produktivumgebungen der Public-Key-Infrastrukturen (PKI) auf Hochtouren, teilte das Joint-Venture der IVU-Informationssysteme aus Norderstedt und der Wilken-Software-Group aus Ulm mit.

Live-Schaltung bei 65 Kunden

Das Unternehmen bietet für die Gateway-Administration eine Plattform, die in zwei georedundanten Rechenzentren in Ulm und Norderstedt betrieben wird. Diese ist nach ISO 27001 zertifiziert und erfüllt alle Anforderungen der technischen Richtlinie TR- 3109-6, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit dieser Plattform werde sowohl der grundzuständige als auch den wettbewerbliche Messstellenbetrieb unterstützt.

Nach einer intensiven und langen Vorbereitungsphase und dem Betrieb von Kundenmandanten mit aktiven Verbindungen zu sämtlichen ERP-Systemen der Versorgungswirtschaft in Testumgebungen könnte jetzt die Live-Schaltung bei den insgesamt 65 Smart-Meter-Gateway-Administrations-Kunden kurzfristig umgesetzt werden, so Tremondi.

Einbindung aller ERP-Systeme möglich

Tremondi ist nach Angaben des Technischen Geschäftsführers Frank Technow durchgehend prozessorientiert aufgebaut und auf eine praxisorientierte Bedienung ausgelegt. "Durch die Tiefenintegration in die ERP-Welt entfallen doppelte Datenhaltung ebenso wie aufwändige Transfer-, Abstimmungs- und Kontrollprozesse", so Technow.

Was zunehmend wichtiger werde: Die Einbindung verschiedenster Technologien. Dazu habe das Unternehmen ein Multi-Head-End entwickelt, das dies gewähren soll. "Unsere Lösung ist ERP-System-neutral und bringt die nötigen Konnektoren zu allen gängigen Branchenlösungen mit. Was aber unseren Kunden künftig entscheidende Mehrwerte bringen wird, ist die einfache Möglichkeit der Einbindung von Technologien wie klassische Zählerfernauslesung, IoT über LoRaWAN, Smart Metering und Smart Home“, verdeutlicht der Technische Geschäftsführer. (sg)