Mark-E: Virtuelles Kraftwerk mit Kundenanlagen

Mark-E bietet Anlagenbetreibern an, ihre Erzeugungsanlage in den "Mark-E Power Pool" einzubringen, um sie bestmöglich zu vermarkten.

Der südwestfälische Energieversorger Mark-E bündelt die Anlagen seiner Kunden zu einem Virtuellen Kraftwerk und vermarktet es über den hauseigenen Energiehandel. Die benötigte Hard- und Software für die cloud-basierte Lösung entwickelte die Siemens-Division Smart Grid. In Kooperation arbeiten Siemens und Mark-E somit an einer Lösung für die Marktintegration der Erneuerbaren Energien. 

1100 MW Leistung aus rund 450 Anlagen kommen für das Virtuelle Kraftwerk im "Mark-E Power Pool" bereits jetzt zusammen. Es sind Windkraft- und PV-Anlagen, dezentrale Blockkraftheizwerke, konventionelle Kraftwerke oder industrielle Verbraucher, die im „Mark-E Power Pool“ gebündelt werden. Über den „Mark-E Power Pool“ bietet Mark-E bundesweit den Betreibern an, Sekundärregelleistung, Minutenreserve und auch die Direktvermarktung von EEG-Anlagen im Energiemarkt zu platzieren.


Diesen Service will Mark-E weiter ausbauen. Basis ist dabei das bestehende Know-how im Unternehmen aus der Vermarktung von 1300 MW Leistung konventioneller Anlagen (Gas- und Dampfturbinenanlagen, Steinkohlekraftwerke und Pumpspeicherwerk). Mark-E ist seit 2001 im Energiehandel tätig und verfügt über umfangreiche Kompetenz in allen Handelsprodukten. Zielgruppe der neuen Dienstleistung sind neben Anlagenbetreibern auch Stadtwerke, die wiederum ihren Kunden den Zugang zum Energiemarkt über das Virtuelle Kraftwerk anbieten können.
 
Erik Höhne, Technischer Vorstand der Enervie-Gruppe und auch für den Energiehandel der Mark-E verantwortlich, sieht in der Kooperation mit dem Systemanbieter wesentliche Vorteile: „Mit seinem Service für Virtuelle Kraftwerke liefert Siemens uns eine kostengünstige Lösung für den Betrieb eines Virtuellen Kraftwerks, bei der wir uns nur um das Wesentliche zu kümmern brauchen. Das heißt, möglichst viele dezentrale und erneuerbare Stromerzeugungsanlagen zu akquirieren – auch von Industriebetrieben und weiteren Stadtwerken – und diese effizient in die Energiemärkte einzubinden.“ (ad)