Mehrere virtuelle Kraftwerke in Wuppertal

In Wuppertal werden noch diesen Monat erste virtuelle Kraftwerke aufgebaut – als Reallabore. Was die dortigen Stadtwerke vor allem interessiert:

In Wuppertal werden von diesem Monat an mehrere virtuelle Kraftwerke aufgebaut – in einem Projekt der angewandten Forschung. Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) hatten sich erfolgreich für 1,8 Mio. der insgesamt 30 Mio. Euro im Landeswettbewerb "Virtuelle Kraftwerke NRW" beworben. Es wird von der EU kofinanziert. Das Gesamtbudget des Projekts liegt bei 3,4 Mio. Euro, teilten die WSW gestern mit.

Weitere Projektpartner sind die Bergische Universität und der nach einem Stadtteil benannte Verein "Aufbruch am Arrenberg". Letzterer soll die Haushaltsvorstände in zwei Straßen in Arrenberg mobilisieren, die an einem der virtuellen Kraftwerke mitmachen wollen. "Assoziierter Partner" ist die städtische Wohnbaugesellschaft GWG. In einigen ihrer Liegenschaften wird ein weiteres virtuelles Kraftwerk hochgezogen.

"Besonders interessant für die WSW ist, durch welche Anreize die Endkunden motiviert werden können, ihr Verbrauchsverhalten gemäß dem tatsächlichen Energieangebot im Netz zu verändern. Ein solcher Anreiz könnte etwa ein Stromtarif sein, der an die flexible Angebotsnutzung angepasst ist", schreiben die WSW der Presse.

Versorger an Verbraucher: Jetzt Wäsche waschen

Kern der Aufgabe sei ein "holistisches (ganzheitliches) Betriebskonzept". Es soll auch beantwortet werden: Mit welcher Art Verbrauchszähler soll gearbeitet werden? Wie  sind die Daten zu analysieren oder weiterzuverarbeiten? Wie lassen sich E-Fahrzeuge einbinden? Neben Smart Meters gehe es auch um neue Arten der Messdatenübertragung, etwa über Funk. Die Haushalte müssen über Handy oder Tablet aufgerufen werden können, ihren Verbrauch aktuell zu verlagern. (geo)