Für das LoRa-Netz sind viele Anwendungen denkbar.
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München bekommt LoRa-Netz

Neben dem flächendeckenden Glasfasernetz bauen die Stadtwerke München ein weiteres Kommunikationsnetz aus: Das auf das Internet-of-Things spezialisierte Funknetz LoRa-WAN.

Die Stadtwerke München vernetzen die bayerische Landeshauptstadt mit einem LoRa-Netz. Die Abkürzung steht für Long Range, also eine große Reichweite. Es handelt sich um ein Funknetz, dass speziell für Anwendungen im Bereich des Internets der Dinge konzipiert ist. Die Stadtwerke haben mit ihren umfangreichen Versorgungs-, Telekommunikations- und Verkehrsnetzen selbst viele Anwendungsfelder, die sich dazu eignen.

Sensoren in Bremssandkisten bei der Trambahn etwa können regelmäßig den Füllstand an die Leitstelle senden. Messstellen im Leitungsnetz haben die Möglichkeit, sobald sie Unregelmäßigkeiten feststellen, diese zu melden, noch bevor Schäden eintreten. Die SWM stellen das Netz auch anderen Unternehmen zur Verfügung.

LoRa-Optionen für Unternehmen

So lassen sich in Gewerbe und Industrie beispielsweise Füllstände von Müllcontainern oder Drücke direkt melden. Umweltdaten wie Ozon- und Feinstaubbelastung können ebenso erfasst und schneller automatisch verbreitet werden. Im Bereich der Objekt- und Gebäudesicherheit lassen sich Türkontakte überwachen und in intelligenten Gebäuden Temperatur-, Luftfeuchtigkeits- oder Helligkeitswerte übertragen. In der Landwirtschaft und im Gartenbau können Bodenfeuchtigkeits- und Temperaturdaten zentral erfasst sowie ausgewertet werden, um anschließend die Bewässerung zu optimieren.

Einige Antennen und Gateways für das künftige Netz sind bereits verbaut, teilten die SWM mit – etwa am Wasserturm der SWM Zentrale, am Heizwerk Theresienstraße und auf dem Heizwerk Freiham. Insgesamt sollen etwa zehn Gateways verbaut werden, um das Stadtgebiet abzudecken. (sg)