Die Sieger: Dominik Ganswohl (Mitte) von "GridX" sowie Tobias Falke (links) und Armin Fatemi von "Envelio". Bild: © VDE

Münchner Start-up gewinnt VDE-Innovations-Preis

Sturm auf den VDE: Der Großteil aller europäischen Start-ups, die im Bereich Smart Grid tätig sind, bewarb sich laut Verband für die Teilnahme am Wettbewerb "Innovation-Hub".

Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE|FNN) hat auf dem diesjährigen Fachkongress "Zählen, Messen, Prüfen" (ZMP) fünf Start-ups mit Ideen zur Digitalisierung, Stromnetz und intelligentem Messsystem ausgezeichnet. Schirmherr des Start-up-Wettbewerbs FNN-Innovation-Hub ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Ministerium, Sponsoren und weitere Unternehmen des Energiesektors wählten dabei unter 25 Bewerbungen die fünf Preisträger aus, deren Geschäftsmodelle die Ziele der Energiewende besonders gut unterstützen und sich mit der Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung verknüpfen lassen.

Großer Bewerberandrang

Beim ersten FNN-Innovation-Hub hat sich nach Angaben des Verbands VDE der Großteil aller europäischen Start-ups beworben, die im Smart Grid tätig sind. "Von diesem regelrechten Bewerberansturm sind wir überwältigt", freut sich Heike Kerber, Geschäftsführerin VDE|FNN. "Genau diese Ideen der Start-ups machen Potenzial und Nutzen der Kommunikationsplattform sichtbar. Mit den Innovationen der Jungunternehmer kommen wir ein großes Stück voran."

Die Gewinner

Mit Abstand auf dem ersten Platz landete "GridX" aus München. Das Unternehmen hat eine Plattform für dezentrales Energiemanagement entwickelt, mit der Energieflüsse in Gebäuden, Ladeeinrichtungen und ganzen Stadtteilen kontrolliert und gesteuert werden können.

Den zweiten Platz machte "DCbrain". Die Pariser erarbeiteten eine Big-Data-Lösung für den Netzbetrieb, womit sich in Echtzeit Lastflüsse optimieren, Netz-Anomalien vorbeugen und Netzbetrieb simulieren lassen.

Platz drei erwarb "Envelio" aus Köln. Mit dem Software-Assistenzsystem für Verteilnetzbetreiber kann die Netzplanung und Betriebsführung digitalisiert und automatisiert werden.

Nächster Innovation-Hub im Dezember

Insgesamt gab es Geldpreise in Höhe von 12.000 Euro. Daneben durften sich die erst- bis drittplatzierten Unternehmen mit ihren Geschäftsmodellen auf der ZMP vor den rund 800 Kongressteilnehmern auf der Bühne und in der Fachausstellung präsentieren. Die zweite Runde des FNN-Innovation-Hub soll im Rahmen des FNN-Kongresses Netze 2019, vom 4. bis 5. Dezember in Nürnberg, stattfinden. (sg)