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Bild: Rheinenergie AG

Smart Metering: BEMD begrüßt Rolloutszenario Plus

Auch Haushaltskunden mit einem niedrigen Jahresverbrauch sollen künftig mit intelligenten Zählern ausgestattet werden.

Am 30.07.2013 präsentierte das Bundeswirtschaftsministerium die Grundzüge der Kosten-Nutzen-Analyse Smart Metering. Der Bundesverband der Energiemarktdienstleister (BEMD) begrüßt den Vorschlag des "Rolloutszenario Plus". Dieser sieht sowohl die flächendeckende Einführung intelligenter Messsysteme (bei einem Jahresverbrauch von über 6000 kWh) als auch den Einbau intelligenter Zähler (bei einem Jahresverbrauch von weniger als 6000 kWh) vor. Intelligente, mit einem Display ausgestattete Zähler sollen also auch bei niedrigem Jahresverbrauch unterjährige Verbrauchsinformationen liefern. Insbesondere die Beibehaltung der 6000-kWh-Grenze bewertet der BEMD positiv. Denn: die zu erwartenden Einsparungen in Haushalten mit geringem Verbrauch würden schnell von den anfallenden Messkosten überstiegen werden. Dem Kritikpunkt Datenschutz räumen dem BEMD zufolge Energiemarktdienstleister dabei eine große Priorität ein. Mit der Einführung der Zähler sollten Energieversorger Endkunden lastvariable und tageszeitenabhängige Tarife anbieten und ihnen somit die Möglichkeit geben, Energie einzusparen. Gleichzeitig fordert der BEMD die Abschaffung der Standardlastprofile (SLP), da sie nicht den exakten Energieverbrauch der Kunden wiederspiegelten. (msz)