Transportboxen spielen eine Hauptrolle in der sicheren Lieferkette für Smart Meter Gateways: Ebenso wichtig sind jedoch die Prozesse, die beim Transport der Geräte einzuhalten sind. Alle Mitarbeiter, die in den SMGW-Lieferprozess involviert sind, müssen eine absolvierte Schulung nachweisen. Bild: © Smartoptimo

Smartoptimo: Es gibt Spielräume bei der sicheren Lieferkette

Smartoptimo bietet künftig zwei Schulungsangebote zur sicheren Lieferkette: zum einen für Projektleiter, zum anderen für Monteure. Dabei helfen die Osnabrücker, individuelle Ansätze für jedes Stadtwerk auszuloten.

Die ersten zertifizierten intelligenten Messsysteme können erst eingebaut werden, wenn im Stadtwerk die sichere Lieferkette implementiert ist. Bislang ist die von der PPC AG im Zuge der SMGW-Zertifizierung entwickelte sichere Lieferkette das allein zulässige Verfahren für den Transport der Smart Meter Gateways aus der Produktion ins Feld. Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) entwickelt aktuell unter dem Kürzel "SiLKe" einen herstellerunabhängigen Standard der sicheren Lieferkette für SMGW. (Mehr dazu auch unter: VDE: Standardisierte sichere Lieferkette bis Ende des Jahres möglich.)

Aktuell läuft bei dem Stadtwerke-Netzwerk Smartoptimo die erste Seminarreihe für Rollout-Verantwortliche und Projektleiter der Stadtwerke. Im Sommer folgt eine Schulungsreihe für Monteure zur praktischen Umsetzung.

Inhalte der Schulung

In der Schulung für Projektleiter geht es darum, den Prozess der sicheren Lieferkette für Smart Meter Gateways (SMGW) von der Produktion bis zum Einbau beim Kunden organisatorisch und strategisch zu analysieren und Umsetzungskonzepte für das eigene Stadtwerk zu erarbeiten, teilte das Stadtwerke-Netzwerk mit.

"Die bisherigen Schulungserfahrungen auf Basis der von PPC aufgesetzten und vom BSI zertifizierten Prozesse zeigen, dass es Spielräume bei der Umsetzung gibt", so die Osnabrücker. Gemeinsam mögliche Alternativen und gegebenenfalls individuelle Ansätze auszuloten, Restrisiken zu identifizieren und praktikable Umsetzungskonzepte zu entwickeln, sind Ziele der Workshops für Entscheider.

Zweiter Schritt: praktische Umsetzung

Bei der Schulungsreihe für Monteure und Mitarbeiter der Logistik, die sich im Sommer anschließen wird, geht es um die praktische Umsetzung der einschlägigen Handlungsrichtlinien und Abläufe. Diese Schulung dient als nachweisbare Voraussetzung zum bestimmungsgemäßen Umgang mit den elektronisch gesicherten Transportboxen. Die nächsten Schulungstermine sind am 9. Mai 2019 in Münster und am 2. Juli 2019 in Erlangen. (sg)