Die virtuelle Batterie des Herstellers Sonnen besteht aus rund 30.000 Heimspeichern in ganz Europa (Stand: Ende 2018). Bild: © Sonnen

Sonnen ist präqualifiziert für den Regelenergiemarkt

Der Stromspeicher-Hersteller Sonnen hat die nach eigenen Angaben europaweit größte virtuelle Batterie in Betrieb genommen. Das innovative schweizerische Unternehmen Tiko ist mit im Boot.

Der Hersteller von Stromspeichern für das eigene Heim, Sonnen, ist nun endlich für den Regelenergiemarkt präqualifiziert. Seit langer Zeit wird dieses Vorhaben kommuniziert, jetzt ist der Vollzug gemeldet worden. Damit verfügt der Hersteller nun über eine virtuelle Batterie mit tausenden, einzelnen Stromspeichern im ganzen Land. Dieser Schwarmspeicher kann Schwankungen im Stromnetz ausgleichen.

Die angeschlossenen Haushalte sind nun in der Lage, alle Aufgaben von konventionellen Kraftwerken zu übernehmen, heißt es von Seiten des Herstellers. Mit im Boot ist der Technologiepartner Tiko Energy Solutions aus der Schweiz, der bereits vor drei Jahren in der Schweiz einen Schwarmspeicher mit rund 4500 Elektrospeicherheizungen realisierte.

Zu Blocks von 1 MW zusammengefasst

Da Sonnen nun die höchste Zertifizierung erhalten hat, ist sein Netzwerk aus Heimspeichern auch für weitere Dienstleistungen im Stromnetz prädestiniert, so das Unternehmen. Mit der Sonnen-Flat bietet Sonnen einen speziell entwickelten Stromtarif an, mit dem Speicherbesitzer von Netzdienstleistungen profitieren können. Da jede Sonnen-Batterie einen unterschiedlichen Ladezustand hat, wird die Vielzahl von einzelnen Batterieleistungen zu einem Block ab 1 MW zusammengefasst und dem Energiemarkt zur Verfügung gestellt. Sonnen verfügt in Europa über rund 30.000 Batterien, die zusammen eine Kapazität von bis zu 300 MWh erreichen. Die Größe der einzelnen Sonnen-Batterien liegt zwischen fünf und 15 kWh. 

Der Oldenburger Energiekonzern EWE arbeitet ebenfalls mit Tiko zusammen. (sig/al)