Die Software lässt sich auch dem Look & Feel des jeweiligen MSB anpassen.
Bild: © Gwadriga

Visualisierungslösung für Messstellenbetreiber

Gwadriga bietet eine kundenfreundlichere Alternative zur Transparenz- und Display-Software (TRuDI) der Initiative Bundesdisplay. Die White-Label-Lösung ist für grundzuständige und wettbewerbliche Messstellenbetreiber gedacht.

In enger Zusammenarbeit haben die Berliner Gwadriga und das auf Visualisierungslösungen spezialisierte Unternehmen Greenpocket eine solche Lösung dem Einsatz im Messstellenbetrieb angepasst. Die Software eigne sich sowohl für Kunden von grundzuständigen sowie wettbewerblichen Messstellenbetreibern (MSB), so die beiden Unternehmen.

Messstellenbetreiber können demnach mit der Basislösung alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Das schnittstellenunabhängige Angebot sei für die Einhaltung der Preisobergrenze optimiert und könne einfach an das „Look & Feel“ des jeweiligen MSB angepasst werden. Schon bei dieser Version würden dem Endkunden nicht nur die gesetzlich geforderten Daten zum Energieverbrauch anzeigt. Es können darüber hinaus zusätzliche Informationen wie Stromsparhinweise, abrechnungsrelevante Tarifinformationen oder Informationen über Schaltprofile im Online-Portal visualisiert werden.

Weitere Funktionen

Zur weiteren Integration in die Unternehmensprozesse, bis hin zur Automatisierung des Stammdatenaustauschs oder des Registrierungsprozesses durch den Letztverbraucher, stehen den Kunden verschiedene standardisierte Schnittstellen zur Verfügung, heißt es weiter. Für den wettbewerblichen Messstellenbetrieb kann die Lösung um bereits vorhandene Module zur Steigerung der Kundenbindung und der Ertragsoptimierung erweitert werden. Darüber hinaus gebe es erste Möglichkeiten, die aus dem Smartmeter Gateway verschickten Verbrauchsdaten zu analysieren oder auch Alarmfunktionen einzurichten – etwa bei Verbrauchs- oder Budgetüberschreitungen.

Alternative zu TRuDI

Viele Messstellenbetreiber würden sich nicht auf die Visualisierungslösung TRuDI (Transparenz- und Display-Software) beschränken wollen, der herstellerübergreifenden, standardisierten Visualisierungslösung der Initiative Bundesdisplay. Auch aus Sicht von Gwadriga trägt diese Möglichkeit für den Endkunden, die Verbrauchsdaten mit eigenem Laptop, einer Reihe von manuellen Einstellungen und einer Spezialsoftware am Smart Meter Gateway selbst abzulesen, nicht zu einer flächendeckenden Verbraucherakzeptanz bei, da die funktionalen Möglichkeiten und vor allem die Benutzerfreundlichkeit begrenzt sind.

„Im Rahmen eines Projektes mit Beteiligung von drei unserer EVU-Kunden haben wir uns den Markt für kundenzentrierte Visualisierungslösungen genau angeschaut und die zur Verfügung stehenden Produkte auf die Erfüllung der Anforderungen des MsbG intensiv getestet. Greenpocket schnitt dabei nicht nur in Sachen Funktionalität, Integrationsfähigkeit und Usability am besten ab, sondern auch mit dem unternehmerischen Engagement, die vorhandene Plattformlösung  auf die speziellen Anforderungen der Messstellenbetreiber auszurichten", erklärt Oleg Spyridonov, Business Develeopment Manager bei Gwadriga die Wahl pro Greenpocket.

Bei Westfalen Weser Netz im Einsatz

Nach einer zwölfmonatigen gemeinsamen Entwicklungsphase geht das gemeinsame White-Lable-Produkt jetzt an den Start. Das Visualisierungs-Portal ist bereits bei der Westfalen Weser Netz (WWN) im Einsatz, die vor kurzem in den Smart Meter Rollout gestartet ist. (sg)