Von links: EVS-Geschäftsführer Michael Philippi, VSE-Vorstand Dr. Hanno Dornseifer und EVS-Geschäftsführer Michael Jungmann.
Bild: VSE

VSE und EVS gründen virtuelles Kraftwerk

Die Regelenergie liefern 13 Kläranlagen. Der Marktwert liegt bei rund 300 000 Euro jährlich, die dem Gebührenhaushalt der EVS zugute kommen.

Die Saarbrücker VSE AG und der Entsorgungsverband Saar, EVS, ebenfalls mit Sitz in Saarbrücken, schaffen gemeinsam ein virtuelles Kraftwerk. Dieses bündelt die Leistung von 13 Kläranalagen, die im Saarland zusammengeschlossen werden. Zum Einsatz kommen hier etwa Notstromaggregate, deren Leistung am Regelenergiemarkt vermarktet wird.

Für den Eintritt in die Sekundär- und Minutenreserveleistung ist eine Mindestleistung von fünf Megawatt (MW) erforderlich. Die 13 Kläranlagen kommen auf rund 7,5 MW. Der Marktwert des Virtuellen liegt laut VSE bei aktuell rund 300 000 Euro jährlich, die dem Gebührenhaushalt der EVS zugute kommen.

Neue Maßstäbe


"Die Kooperation von VSE und EVS in diesem Virtuellen Kraftwerk setzt bundesweit neue Maßstäbe", sagt VSE-Vorstand Dr. Hanno Dornseifer. Sie sei ein überregional ausstrahlendes Beispiel für die Bedeutung von Kläranlagenstandorten, um die Versorgung stabil und sicher zu halten. "Die Vermarktung von Netzersatzanlagen, die wir auf unseren Kläranlagen vorhalten, leisten darüber hinaus einen wertvollen Beitrag zur Gebührenstabilität", kommentierte EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann.

Hinzu kommt ein weiteres Innovationsprojekt des EVS: Am Standort Ensdorf soll bis 2021 ein Biomasse-Zentrum auf dem Kraftwerks-Gelände entstehen. (sg)