Immer mehr künstliches Licht erhellt die Städte – Jena will gegen diese Lichtverschmutzung kämpfen.
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Jena kämpft gegen Lichtverschmutzung

Eine neue Richtlinie enthält Empfehlungen zum umweltgerechten und maßvollen Einsatz von künstlichem Licht.

Die Stadt Jena will gegen Lichtverschmutzung kämpfen. Sie hat eine Richtlinie erlassen, die Empfehlungen zum standort- und bedarfsgerechten Einsatz von künstlichem Licht enthält.

Licht – zu viel und falsch gerichtet

Mit der Richtlinie bekennt sich die Stadt zur Vermeidung und Reduzierung der Lichtverschmutzung sowohl im öffentlichen Raum als auch auf gewerblichen und privaten Grundstücken. Sie will auf das Problem von zu viel und falsch gerichtetem Licht aufmerksam machen.

Durch die Umstellung der Leuchtmittel auf LED sei eine erhöhte Belastung mit blauen Farbanteilen im Licht hinzu gekommen, heißt es in der Richtlinie. Kostengünstige Leuchtmittel für dekorative Zwecke führten zu einem starken Anstieg der künstlichen Beleuchtung. Schädliche Auswirkungen auf den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus seien möglich. Auch die Tierwelt leide unter einem zu hohen Blauanteil im Licht.

Jena als Wiege der optischen Industrie

Als traditionsreicher Optik- und Photonikstandort sei Jena die Wiege der optischen Industrie in Europa. Innovative, lichtbasierte Technologien prägen Jena als Wissenschaftsstadt. In der Richtlinie werde das Motto „Lichtstadt Jena“ mit Vorgaben für eine umweltverträgliche und energiesparende Lichtoptimierung beachtet. (wa)