Die Parlamentarische Staatssekretärin, Rita Schwarzelühr-Sutter, übergab das Zertifikat.
Bild: © BMU/Sascha Hilgers

BMU förderte Umstellung der Beleuchtung in Villingen-Schwenningen

Die baden-württembergischen Stadt Villingen-Schwenningen kann sich freuen: Sie erhält ein Klimaschutz-Zertifikat. Denn in den kommenden Jahren wird sie durch ihre ausgetauschten Beleuchtungsmittel mehrere tausend Tonnen CO2 einsparen.

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU), hat dem Ersten Bürgermeister der Stadt Villingen-Schwenningen, Detlev Bührer, ein Klimaschutz-Zertifikat über die Treibhausgaseinsparungen übergeben, die durch eins der vier geförderten Beleuchtungsvorhaben erzielt werden.

Gefördert wurde die Sanierung über die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Die Staatssekretärin sagte diesbezüglich: "Insgesamt wurden in der Stadt Villingen-Schwenningen 10.267 Straßenleuchten auf energieeffiziente LED-Leuchtmittel umgerüstet. Dies entspricht der gesamten Straßenbeleuchtung. Die Stadt Villingen-Schwenningen leistet damit einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz und senkt gleichzeitig die Energiekosten."

Mehere tausend Tonnen Einsparung

Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung fand im Rahmen von insgesamt vier Fördervorhaben von August 2017 bis Juli 2019 statt. Dadurch werden in den nächsten 20 Jahren insgesamt rund 37.500 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart. Die Gesamtausgaben der vier Projekte betrugen insgesamt rund 3,88 Mio. Euro, das BMU unterstützte die Vorhaben mit rund 775.000 Euro.

Seit 2012 hat die Stadt Villingen-Schwenningen bereits 13 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von rund 1,2 Mio. Euro über die NKI gefördert bekommen. Neben der Straßenbeleuchtung wurden auch Lichtsignalanlagen im Stadtgebiet klimafreundlich umgerüstet und zahlreiche Lichtpunkte im Bereich der Innenbeleuchtung saniert. So zum Beispiel in der Bibliothek, der Klosterringschule oder in der Alten Feuerwache, die für die Gartenschule umgebaut wurde.

Fast 29.000 Projekte umgesetzt

Seit 2008 fördert und initiiert das Bundesumweltministerium unter dem Dach der NKI in ganz Deutschland Klimaschutzprojekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Bis Ende 2018 wurden bereits mehr als 28.750 Projekte durchgeführt. Kommunen profitieren ebenso wie Verbraucherinnen und Verbraucher und Unternehmen.

Die Sanierung der Außen- und Innenbeleuchtung sowie die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur werden im Rahmen der NKI durch die Kommunalrichtlinie gefördert. Anträge können vom 1. Januar bis 31. März sowie vom 1. Juli bis 30. September eines Jahres gestellt werden. (ab)