Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir inspiziert in Gießen eine LED-Straßenleuchte.
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Hessen übertrifft Ziele bei LED-Umrüstung

85 000 Straßenleuchten in Hessen werden und wurden auf Leuchtdioden-Technik umgerüstet.

In mehr als 110 hessischen Städten und Gemeinden wurden und werden Straßenleuchten auf energiesparende LED-Technik umgerüstet – mit Unterstützung des Landes und des Bundes. Das sei ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz und ein Teil der Energiewende, „die ja nicht nur aus dem Ausbau der erneuerbaren Energien besteht, sondern ebenso aus Energieeinsparung und Energieeffizienz“, sagte Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir.

Die verschiedenen Förderprogramme greifen gut ineinander, findet Al-Wazir. Mit ihnen wurden und werden in den kommenden Jahren rund 85 000 Straßenleuchten in Hessen modernisiert. Das entspricht 17 Prozent des Bestands. Al-Wazir bezeichnet das als großen Erfolg, „der wesentlich von der 2015 von meinem Ministerium vorgestellten Energie-Agenda angestoßen wurde".

Ein Viertel ist umgestellt

Ziel sei damals gewesen, 50 000 konventionelle Straßenbeleuchtungen bis 2019 auf LED-Technik umzustellen. Diese Marke sei bereits heute weit übertroffen. Zähle man die mit Geldern des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanzierten Pilotprojekte in Gießen und Marburg und die mit Bundesmitteln im OVAG-Gebiet geförderte Umrüstungen mit, seien inzwischen ein Viertel der hessischen Straßenleuchten umgerüstet oder stehen vor der Umrüstung.

Straßenbeleuchtung macht durchschnittlich ein Drittel der Stromrechnung einer Kommune aus. LED-Technik kann den Verbrauch um 70 bis 80 Prozent verringern und verbessert dabei auch noch die Lichtverhältnisse. Für die Modernisierungen in Hessen haben das Land und der Bund seit 2016 rund 24,6 Mio. Euro an Zuschüssen bewilligt, teilt das Wirtschaftsministerium in Wiesbaden mit. Seit 2015 seien die Kosten für LED-Beleuchtungen um rund 50 Prozent gesunken. Die Amortisation liege bei fünf bis zehn Jahren. (wa)