Energieausweis Bild: Dena

Energieeffizienzpakt in Bayern

Über 40 Unterzeichner sind mit dabei. Mehr als 200 konkrete Projekte sind vorgesehen.

Das Land Bayern hat einen Energieeffizienzpakt beschlossen. Der Effizienzpakt listet nun insgesamt 217 konkrete Projekte auf, die die Energieeffizienz erhöhen sollen. Diese sind auf sechs zentrale Handlungsfelder verteilt: Energieberatung, Bildung, Bewusstseinsbildung, Gebäude, Verkehr und Mobilität sowie Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft.

Der bayerische Energie- und Wirtschaftsminister Martin Zeil zeigt sich anlässlich der Unterzeichnung des Energieeffizienzpaktes erfreut: die effiziente Nutzung von Energie sei nun auf eine breite gesellschaftliche Basis gestellt worden. Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber verweist auf die Wirksamkeit einfacher Maßnahmen. So verbrauche eine LED-Lampe bei gleicher Helligkeit bis zu 90 % weniger Energie als eine Halogenlampe. Neben Zeil und Huber haben 45 Vertreter von Wirtschaftsverbänden, Kammern, kommunalen Spitzenverbänden, Kirchen, der Haus- und Grundbesitzerverband, Forschungs- und Wissenschaftsorganisationen, die Verbraucherzentrale, Unternehmen, Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch, Innenminister Joachim Hermann und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner den Pakt unterzeichnet.

Auch der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (VBEW) hat den Energieeffizienzpakt der Bayerischen Staatsregierung unterschrieben. Wolfgang Brandl, Vorsitzender des VBEW, erklärte: "Würde es uns gelingen, das Energieverbrauchsverhalten von 1970 mit dem Stand der Technik von heute zu kombinieren, hätten wir die Energiewende bereits ein großes Stück weit umgesetzt." So haben die Bayern im Jahr 1970 nur in etwa die Hälfte des heutigen Primärenergiebedarfs benötigt. Die Gründe für den deutlichen Anstieg sind u. a.: eine Zunahme der Fernreisen, die Beheizung immer größerer Wohnflächen, der steigende Energieverbrauch infolge einer Zunahme der Produktion von Konsumgütern, immer mehr Autos, mit denen größere Strecken zurückgelegt werden, etc.. Beispielsweise hat der heutige Urlaubs- und Freizeitverkehr einen Anteil von knapp 50 % am gesamten Personenverkehrsaufkommen. (msz)