Care-Energy startet eigenen Messdienst

Der Energiedienstleister will falsch laufende Stromzähler aufspüren.

Viele Kunden von Care-Energy sollen den Verdacht geäußert haben, dass ihre Ferraris-Stromzähler ungenau seien, berichtet das Unternehmen. Care-Energy seinerseits habe Abweichungen von bis zu 48 % zugunsten der Energieversorger bei Stichproben festgestellt. Martin Kristek, CEO der MK-Group, weiter: „Wir haben unser Technikteam mit modernen Analysegeräten ausgestattet und werden nun Zähler in den Haushalten unserer Kunden kontrollieren.”

Bereits 2008 habe die Sat1-Sendung "Akte 2008" Ferraris-Stromzähler mit starken Abweichungen zugunsten der Versorger dokumentiert. Seitdem habe sich der Zählerbestand in Deutschland allerdings keineswegs verbessert. Die im Einsatz befindlichen Geräte basierten noch immer auf einer alten, mechanischen Messtechnik und seien zum Teil über 30 Jahre alt. Kristek weiter: „Durch die Abweichungen zahlen viele Stromkunden in Deutschland zu viel an ihre Versorgungsunternehmen. Sie zahlen für Strom, den sie nicht verbraucht haben.” Besonders ärgerlich für die Kunden sei, dass sie für die veralteten, geeichten Stromzähler an ihren Energieversorger zahlen. „Dieser Zustand ist nicht haltbar, die Netzbetreiber sind gefordert schnell flächendeckend zu reagieren.”

Die Kontrolle der Ferraris-Stromzähler erfolge im Rahmen der Suche nach Einsparmöglichkeiten in den Privathaushalten und sei für Care-Energy-Kunden kostenfrei. Nicht-Kunden könnten den Stromzähler-Check pauschal für 80 € durchführen lassen. (msz)