Hilfe zum energieeffizienten Plantschen

Damit der Sommer den Bürgern Spaß bringt, unterstützt die Energieagentur Rheinland-Pfalz Kommunen bei energieeffizienter Sanierung von Bädern.

Ein Workshop zu diesem Thema motivierte die  Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein, ihr in die Jahre gekommenes Rüllbergbad grundlegend energetisch zu sanieren. Nach der Generalsanierung wird das Bad voraussichtlich zum Ferienbeginn wieder eröffnet.

Durch den  Workshop ergab sich der Kontakt zu einem rheinland-pfälzischen Ingenieurbüro, berichtet  Hans L. Altes von den Verbandsgemeindewerken Lauterecken-Wolfstein. Nach einem gemeinsamen Vor-Ort-Gespräch mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz hat die Gemeinde das Büro beauftragt, die Planung für die Sanierung des Schwimmbads zu übernehmen und die Bauarbeiten zu steuern.

Die veraltete Technik und Beckenlandschaft von 1965 bzw. 1968 wurde komplett erneuert, Schwimm- und Springerbecken sowie das Nichtschwimmerbecken zu einem Mehrzweckbecken umfunktioniert, das Kleinkinderbecken umgestaltet. Die Wasserfläche des Rüllbergbades wurde so von insgesamt 668 m² auf 407 m² reduziert. Für die Beheizung der Wasserbecken hat die Verbandsgemeinde eine 250 m² große Solarabsorberfläche installieren lassen, die je nach Wetterlage das gesamte Schwimmbad beheizen kann. „Durch die Beckenverkleinerung in Kombination mit der Solaranlage kann die erforderliche Heizenergie je nach Wetterlage um mehr als 70 Prozent reduziert werden“, sagt Ewald Emmerich vom beauftragten Ingenieurbüro.

Außerdem benötigt das Freibad aufgrund seiner geringeren Größe und der neuen Anlagentechnik weniger Pumpenleistung. „Die Pumpen sind mit einem Sensor ausgestattet und sind nur in Betrieb, wenn sie auch tatsächlich benötigt werden“, erklärt Hans L. Altes. Durch die  Sanierung des Rüllbergbades werden künftig rund 44 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart. Einem sonnigen, wirtschaftlichen und klimafreundlichen Badespaß steht nichts mehr entgegen. (ad)