EU beschließt vereinfachte Kennzeichnung

Die Energieeffizienz von Elektrogeräten soll wieder mit einer einfachen Skala von A bis G gekennzeichnet werden. Den Grünen geht das nicht schnell genug.

Betroffen sind unter anderem Kühlschränke, Fernseher oder Lampen. Die Energieeffizienz dieser Elektrogeräte soll ab 2020 wieder über eine vereinfachte Skala von A bis G gekennzeichnet werden. Auf andere Energieverbraucher im Haushalt wie Heizungen oder Staubsauger wird die Regelung dann später ausgeweitet. Auf die Wiedereinführung dieser Kennzeichnung haben sich am Dienstagabend Vertreter des Europäischen Parlaments, der Rat der Europäischen Union und der EU-Kommission geeinigt. Damit wurde der sogenannte Trilog zur Überarbeitung der Kennzeichnung von Energieeffizienz abgeschlossen.

Geplant ist zudem eine Produktdatenbank sowie ein Schutzverfahren zur Verbesserung der Marktüberwachung. Die Fraktion der Grünen/EFA im Europäischen Parlament begrüßte die Entscheidung, kritisierte aber die lange Übergangszeit bis zur Einführung für bestimmte Produkte. "Die vereinfachte Skala ohne die Pluszeichen wird Geldbeutel und Umwelt entlasten", sagt der Luxemburger Europaparlamentarier Claude Turmes (Grüne/EFA). Die Kennzeichnung mit den Kategorien A und G in den Farben grün und rot habe sich bewährt und verfüge über einen hohen Wiedererkennungswert.


Grüne fordern frühere Einführung der Energieetiketten

"Dass die neuen Regeln nicht für alle Geräte gleichzeitig gelten, wird aber zu Verwirrungen führen", so Turmes. Deshalb müsse die EU-Kommission die neuen A-G Energieetiketten bereits vor 2019 auf den Markt bringen. "Dass die Verbraucher auf die neuen Etiketten für Heizkörper und Boiler bis nach 2030 warten sollen, widerspricht jeder Logik", kritisierte Turmes. Zudem bedauerte er, dass keine Rückerstattung des Kaufpreises vorgesehen ist, falls sich die Kennzeichnung eines Produktes als falsch erweist. Der Europaabgeordnete vermisst weiterhin verbindliche Regeln zu möglichen Tests der Energieeffizienz. (hoe)