Bremser für Energieeffizienz

Kurzanalyse von Agora Energiewende will zeigen, was der Energieeffizienz im Weg steht und wie es beseitigt werden kann.

Zu den wesentlichen Zielen der Energiewende gehört auch der effizientere Umgang mit Energie. Energieeffizienz reduziert nicht nur den Bau von Erzeugungsleistung, sondern auch den Ausbau von Infrastruktur wie etwa Stromleitungen. Laut der Initiative Agora Energiewende könnten allein im Stromsystem jährlich mehr als 21 Milliarden Euro gespart werden.

Dennoch werden Effizienzmaßnahmen sowohl im Strom- als auch im Wärmebereich bisher nur schleppend umgesetzt. Agora nennt als Grund, dass es bislang an einem Gesamtkonzept mangelt, welches das bisherige System von Abgaben, Umlagen und Steuern auf unterschiedliche Energiearten umfassend in den Blick nimmt. Eine Vielzahl widersprüchlicher Regelungen stehe einer effizienten und flexiblen Sektorkopplung im Weg. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine Kurzanalyse der Initiative.

Diese Situation sei in einem ersten Schritt am besten mit einem Energieeffizienzgesetz zu ändern. Hinter dem Prinzip „Efficiency First“ steckt die Erkenntnis, dass ein Mehr an Effizienz günstiger zu haben ist als ein Mehr an Energieerzeugung. Die Kurzanalyse „Efficiency First: Wie sieht ein effizientes Energiesystem in Zeiten der Sektorkopplung aus?“ bündelt zahlreiche Einzelstudien zu Energieeffizienz und flexiblen Verbrauchern und umreißt laut Agora summarisch alle wichtigen Handlungsfelder, die berücksichtigt werden müssen, um die Verbrauchseinsparung und -verlagerung auf eine Stufe mit der Energieerzeugung zu stellen. (wa)