Thermografie als Analyseinstrument für energetische Gebäudesanierung: Die roten Bereiche zeigen an, wo ein Gebäude schlecht gedämmt ist. Bild: Stadtwerke Bochum

Bocholt: Großer Erfolg bei Thermografiebildern

Auf Basis von Thermografiebildern, die mit Hilfe eines Flugzeugs entstanden, hat die Stadt Bocholt Besitzer von schlecht gedämmten Dächern kontaktiert.

Rund 700 Briefe habe die Stadt verschickt, in denen sie die Hausbesitzer auf die Ergebnisse der Thermografiebilder hinwies und Beratungs- und Fördermöglichkeiten angab. Hinzu kamen Infoveranstaltungen, die nach Angaben der Stadt allesamt sehr gut besucht waren.

"Die Rückmeldung auf die Bilder war extrem positiv, die Aktion ist von den Bürgern sehr gut angenommen worden", sagt die Leiterin des Umweltreferats Angela Theurich. Einige habe das so motiviert, dass sie neben dem Dach nun auch den Rest ihres Hauses prüfen lassen.

Auf Wunsch könne jeder Hausbesitzer in Bocholt die Ergebnisse für sein Haus kostenfrei einsehen. Die Aktion, die in Kooperation mit der Kreishandwerkschaft Borken stattfand, kostete rd. 20 000 €. Diese seien zu 100 % über die Fördermittel der NRW-Klimakommune erfolgt.

Theurich betont aber auch, dass es wenig Sinn mache, Infrarotbilder anfertigen zu lassen und sie anschließend nur zur Verfügung zu stellen. Wichtig sei es, dass jemand da ist, der die Fotos erklären kann und Hinweise auf Förderangebote und Folgeleistungen gebe, da sonst das Ergebnis wieder schnell verpuffe. (sg)