Neuer Stromspiegel für Deutschland veröffentlicht

900 kWh Strom kann ein Dreipersonenhaushalt im Jahr sparen. Das zeigt der neue Stromspiegel. Der VKU unterstützt die Initiative als Projektpartner.

Der Stromspiegel ermöglicht es Privatkunden, ihren Stromverbrauch im Verhältnis zu anderen Haushalten einzuordnen und zu vergleichen. Das Online-Instrument wird auch von Kommunalunternehmen in der Energieberatung eingesetzt: Gestern hat das Bundesumweltministerium mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Verbraucherschutz die neueste Auswertung für Deutschland veröffentlicht. Laut dieser kann ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt pro Jahr 900 kWh Strom sparen. Das entspricht in etwa 260 Euro und 510 Kilogramm CO2-Emissionen. Die Initiative wird vom Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) als Projektpartner unterstützt.

Auf der Basis ihrer Stromrechnung und den bundesweiten Vergleichen des Stromspiegels können Bürger aus Privathaushalten ihren Konsum ähnlichen den Verbrauchsklassen bei Elektrogeräten einordnen (www.stromspiegel.de). Hierbei werden Faktoren wie Haushaltsgröße, Gebäudetyp und die Art der Warmwasserbereitung berücksichtigt. Das Projekt ist Teil der BMUB-Stromsparinitiative, der Stromspiegel 2017 wurde wissenschaftlich vom Öko-Institut und dem Institut für sozial-ökologische Forschung begleitet.

Anpassungen in einzelnen Verbrauchsklassen

Für die aktuelle Publikation wurden 161 000 Verbrauchsdaten deutscher Haushalte ausgewertet und unterschiedliche Studien der Projektteilnehmer herangezogen. Gegenüber dem Stromspiegel 2016 wurden aufgrund der neuen Daten einzelne Verbrauchsklassen angepasst. Die Änderungen erfolgten aufgrund des gemittelten Stromverbrauchs der untersuchten Haushalte, welcher in der aktuellen Periode geringer ausfiel als in der Vorperiode. So erfolgt beispielsweise neu die Einstufung in die beste Verbrauchsklasse A eines Vier-Personen-Haushalts bis zu einem Verbrauch von 1900 kWh pro Jahr, im Vorjahr lag die Einstufung noch bei bis zu 2000 kWh pro Jahr. (hoe)