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E-Mobilität schlägt Smart Metering bei Netzdienstleistungen

Laut Marktexperten ist der Punkt Elektromobilität mit entsprechender Infrastruktur" der wichtigste Trend im Bereich Netzdienstleistungen im Strom- und Gasmarkt (45 Prozent). Nur 17 Prozent sehen den Netzausbau als wichtig an, ergibt eine Trend-Research-Studie.

Eine aktuelle Studie von Trend-Research beleuchtet den Dienstleistungsmarkt bei Strom- und Gasnetzen. Aus Sicht der befragten Marktteilnehmer sind die Entwicklungen bei der Elektromobilität (45 Prozent), den Smart Metern (41 Prozent) und der Digitalisierung (28 Prozent) die wichtigsten Trends.

Die Umsetzung des Messtellenbetriebsgesetz und den Netzausbau bewerten jeweils 17 Prozent als wichtige Trends. Das Gateway im Smart Grid und Contracting bei Wärme und Photovoltaik kommen dahinter mit ebenfalls jeweils 15 Prozent.

Mieterstrom, Speicherausbau und steuerbare Netze sind weniger gefragt

Deutlich schlechter schneiden die Kategorien Mieterstrom, steuerbare Netze und der Speicherausbau mit sieben Prozent ab. Insgesamt wurden 29 Stimmen ausgewertet.

Trend-Research geht trotz des schleppenden Netzausbaus davon aus, dass die Investitionssummen hier in den kommenden Jahren steigen, da die Realisierung der Gleichstromleitungen starte und zudem weitere Ausbauprojekte umgesetzt werden.

Insgesamt gewinne die Digitalisierung – wie in der gesamten Energiewirtschaft – weiter an Bedeutung. Die Entwicklung von vollständig digital gesteuerten „Smart Grids“ sei aber noch ein weiter Weg, da der Austausch der konventionellen Technologien und Steuerungen eher langsam erfolgt und somit erst nach 2025 von einem flächendeckenden Einsatz von Smart Grids gesprochen werden könne, so das Fazit des Marktforschungsinstituts. (sg)