Die Vertreter der teilnehmenden Kommunen mit EMB-Geschäftsführer Dr. Jens Horn (hintere Reihe 2. von links) und Dr. Klaus Freytag vom Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg (hintere Reihe 3. von links) bei der Gründungsveranstaltung in Potsdam. Bild: © EMB/Sabine Gudath

Energieeffizienz: Premiere in Brandenburg

Erstmals schließen sich zehn Städte und Gemeinden in Brandenburg zu einem Energieeffizienz-Netzwerk zusammen. Worum es dabei genau geht.

Der Regionalversorger EMB Energie Mark Brandenburg hat das erste Kommunale Energieeffizienz-Netzwerk (KEEN) im Land Brandenburg ins Leben gerufen. An  diesem nehmen zehn Städte und Gemeinden verschiedener Größe aus fünf Landkreisen teil. "In unserer Energiestrategie 2030 kommt den Kommunen eine wichtige Rolle zu. Sie sind gleichzeitig Vorbild wie Anreger in Sachen Energieeffizienz", betonte Dr. Klaus Freytag, Abteilungsleiter Energie und Rohstoffe im Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, bei der Gründungsveranstaltung am vergangenen Dienstag in Potsdam.

Energiebilanzen der jeweiligen kommunalen Einrichtungen werden erstellt


An dem KEEN nehmen die Orte Fehrbellin, Großbeeren, Heiligengrabe, Hohen Neuendorf, Kloster Lehnin, Pritzwalk, Schönwalde-Glien, Stahnsdorf, Teltow sowie Werder (Havel) teil. Sie wollen in den nächsten drei Jahren gemeinsam Lösungen finden, um weniger Energie zu verbrauchen und die Klimabelastung zu senken. In einem ersten Schritt sollen die Energiebilanzen der jeweiligen kommunalen Einrichtungen erstellt werden. Auf dieser Grundlage werden dann gemeinsame Einsparziele definiert, die durch unterschiedlichste Maßnahmen, beispielsweise Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Systeme, realisiert werden sollen.

Energieberater in öffentlicher Ausschreibung verpflichtet


Begleitet wird das Projekt von einem Energieberater der IEE Ingenieurbüro Energieeinsparung GmbH aus Berlin. Dieser wurde im Wege einer öffentlichen Ausschreibung verpflichtet. Pro Jahr sind vier Netzwerktreffen angesetzt. Neben dem Erfahrungsaustausch wird auch die Beratung zu möglichen Fördermitteln als wesentlicher Vorteil der Arbeit im KEEN hervorgehoben. Das Projekt wird im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz mit Bundesmitteln gefördert und zusätzlich auch von der mehrheitlich zur Gasag gehörenden EMB finanziell unterstützt. (hoe)