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Eon will Energieeffizienz-Finanzierungen vermitteln

Gemeinsam mit der europäischen Kreditwirtschaft entwickelt der Energiekonzern Eon ein Konzept, um Investitionen in die Gebäudeeffizienz zu erleichtern.

Aus dem so genannten EeMAP-Projekt, das von der Europäischen Kommission unterstützt wird, soll eine standardisierte "Energieeffizienz-Hypothek" hervorgehen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Eon sei als einziges europäisches Energieunternehmen an der Initiative beteiligt, der auch Großbanken und die Immobilienwirtschaft angehören. Hauptzielgruppe seien private Hausbesitzer, die ihre eigenen vier Wände energetisch modernisieren wollten, erläuterte ein Eon-Sprecher auf ZfK-Anfrage.

Eon nutze dabei seinen europaweit sehr großen Kundenstamm und agiere quasi als eine Art Kreditvermittler. Der Energiekonzern könne den Kunden einen leichteren Zugang zur Finanzierung verschaffen, für ihn Fördermittel beantragen und gleichzeitig für die Sanierung maßgeschneiderte Produktpakete aus PV-Anlagen, Speichern oder E-Mobilitätsangeboten schnüren, sagte der Eon-Sprecher weiter. Das Unternehmen kooperiere dabei mit dem Verband der europäischen Kreditwirtschaft. Partner seien etwa die Großbanken Unicredit und BNP Paribas.

Neue Partnerschaften zwischen Kreditgebern und Energieversorgern möglich

Eine von Eon in mehreren europäischen Ländern durchgeführte Verbraucherstudie habe die Frage untersucht, ob Kunden eine standardisierte "Energieeffizienz-Hypothek" überhaupt in Anspruch nehmen würden, heißt es in der Mitteilung weiter. Das Ergebnis sei durchweg positiv ausgefallen, wobei die insgesamt hohe Zustimmung in Italien und Großbritannien besonders hoch liege. In Deutschland und Schweden hätten die Befragten begrüßt, wenn es neben den bestehenden Förderinstrumenten ein alternatives oder umfassenderes Angebot geben würde.

"Dieses Produkt könnte auch neue innovative Partnerschaften zwischen Kreditgebern und Energieversorgern eröffnen", sagt Marco Marijewycz, Market Manager bei Eon Solutions und Leiter der Verbraucherforschung. (hil)