KfW: Sanieren lohnt sich volkswirtschaftlich

Mehr Sanierung ist nicht nur für die Energiewende nötig – sie lohnt sich auch für die deutsche Volkswirtschaft, so die Kernaussage einer DIW-Studie.

Sowohl das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) als auch das Beratungsunternehmen Prognos kommen in jeweils unterschiedlichen Studien zu dem Schluss, dass energetische Sanierungen zu Energieeinsparungen führen, die die Kosten zum großen Teil bereits decken. So würden die eingesparten Heizkosten oft ausreichen, um die Mehrkosten der Sanierung und einen Großteil der anderen Arbeiten zu decken. Darüber hinaus gebe es weitere positive Effekte wie etwa auf das Volkseinkommen, Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum, die Energiewende, Innovationen und Umwelt sowie weniger Abhängigkeit einer Energieversorgung mit Rohstoffen aus dem Ausland.

Der DIW-Studie zufolge seien 2020 zusätzliche Investitionskosten zur Sanierung in Höhe von 11,6 Mrd. € nötig, 2030 wären es 13,6 Mrd. € und 2050 etwa 18,7 Mrd. €. Dem stünden Energiekosten-Ersparnisse von 10,2 Mrd. € (2020), 20,4 Mrd. € und 46,5 Mrd. € (2050) gegenüber.

Derzeit entfallen lt. KfW 35 % des deutschen Energieverbrauchs und 30 % des bundesweiten CO2-Austoßes auf Gebäude. Für das Beheizen von Räumen und Wasser werde fast ein Drittel der deutschen Endenergie verwendet. Bis 2050 soll sich der deutsche Primärenergieverbrauch halbieren. In Gebäuden soll er gar um 80 % sinken. (sg)