Mit einem externen Spezialisten zu mehr Energieeffizienz in öffentlichen Liegenschaften: Das ist das Konzept hinter Energiespar-Contracting.
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Kommunen und Länder für Energiespar-Contracting gesucht

Wer seine öffentlichen Liegenschaften fit für den Klimaschutz machen will, sollte sich demnächst bei der dena für ein neues Modellvorhaben bewerben.

Bei "Co2ntracting: build the future! – Kommunen und Länder machen ihre Gebäude fit" ist der Name Programm: Das neue Modellvorhaben der Deutschen Energieagentur (dena) will Ländern, Städten und Gemeinden Investitionen und Maßnahmen zum Energiespar-Contracting (ESC) schmackhaft machen.

Wer mitmacht, bekommt einen kostenlosen Projektentwickler zur Seite gestellt, der einen während des gesamten Prozesses von der Ausschreibung und Vergabe bis zur Umsetzung und Evaluierung unterstützt. Prinzipiell richtet sich das Angebot bundesweit an alle Kommunen, die ihre Schulen, Rathäuser oder Sportstätten sowie Landesliegenschaften (Hochschulen, Schlösser, Gerichte) entweder als Einzelgebäude oder als Gebäudeverbund energetisch fit machen wollen. Bevorzugt werden Bewerber aus Bundesländern, die bislang wenig Erfahrung mit ESC haben.

Noch bis 30. Juni bewerben

Mit ESC wird es Kommunen möglich, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz zu realisieren, selbst wenn es an Personal, Know-how oder finanziellen Ressourcen mangelt. Der Contractor, ein spezialisierter Dienstleister, plant, realisiert und finanziert die Maßnahmen und kümmert sich zudem um den Betrieb und die Instandhaltung der optimierten Anlagen. Hierfür bekommt er einen Teil der Kosteneinsparung, die er durch die Maßnahmen vorher vertraglich garantiert.

Bei "Co2ntracting: build the future!" geht es darum, Modellprojekte zu schaffen ,die das Contracting-Know-how der öffentlichen Hand vertiefen und gleichzeitig zeigen sollen, wie sich unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen in den Bundesländern auf das ECS auswirken. Insgesamt sollen so die Rahmenbedingungen für Energiespar-Dienstleistungen verbessert und der Markt gestärkt werden. Interessenten können sich noch bis Ende Juni bei der dena bewerben, 2021 sollen die Projekte dann in die Umsetzung gehen. (ls)