Das Smart Metering soll für frischen Wind im Submetering-Wettbewerb sorgen.
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Mehr Wettbewerb im Submetering erwartet

38 Prozent der Befragten einer Trend-Research-Studie zum Thema Submetering rechnen damit, dass Energieversorger in den kommenden Jahren Marktanteile in diesem Segment dazugewinnen werden.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Wettbewerbsstruktur im Submetering fast nicht verändert. Diese etablierte Marktstruktur könnte sich in den kommenden Jahren verändern. Das ergibt die Trend-Resarch-Studie "Der Markt für Submetering" in ihrer fünften Auflage.

Auf Basis von Recherchen und Analysen des Unternehmens sowie von 32 Online- und Telefon-Interviews  geht die Studie aktuellen Rahmenbedingungen, der Wettbewerbsentwicklung sowie der Entwicklung des Submeteringmarktes bis 2025 nach.

Studie: Energieversorger drängen in den Markt

Laut Studie rechnen 38 Prozent der Befragten damit, dass Energieversorger in den kommenden Jahren Marktanteile hinzugewinnen werden. Gleichzeitig nennen ein Drittel der Befragungsteilnehmer sinkende Anteile bei den etablierten Submeteringanbietern.

Vierzehn Prozent denken jedoch, dass die etablierten Anbieter ihre Anteile ausbauen werden. Nur zehn Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die Marktanteile in den kommenden Jahren nicht verändern.

Marktentwicklung bis 2025

Die Entwicklung der Marktvolumina in den einzelnen Teilmärkten wird in den kommenden Jahren ebenfalls von den Geschäftsmodellen und dem Einsatz neuer Technologien geprägt sein, so die Studie. Zudem werden die rechtlichen Rahmenbedingungen eine bedeutende Rolle spielen.

Das Gesamtmarktvolumen beim Submetering lag 2017 bei etwa 1,65 Mrd. Euro. Dies umfasst die Bereitstellung, Ablesung, Abrechnung sowie die ergänzenden Dienstleistungen innerhalb des Submeteringmarktes. In den kommenden Jahren wird das Marktvolumen im Referenzszenario sowie im Best Case weiter steigen, während es im Worst Case zu einer leichten Reduktion des Marktvolumens kommt, heißt es in der Studie.

Fazit der Studie

Insgesamt verlaufen die Entwicklungen im Submeteringmarkt vergleichsweise langsam, lautet ein Ergebnis der fast 400-seitigen Studie. Die Markt- und Wettbewerbssituation ist seit langem stabil und die derzeitigen Wettbewerber haben sich in ihren jeweiligen Positionen etabliert.

Neue Dynamik erhalte der Markt durch die Möglichkeiten neue digitale Technologien einzusetzen und somit die Prozesse zu vereinfachen. Das Interesse an diesen Veränderungen ist bei den etablierten Marktteilnehmern eher gering, da sie die derzeitige Position im Markt nicht verlieren möchten.

Funkbasierte Ablesung auf dem Vormarsch

Insbesondere die Ablesung und Abrechnung über das Smart Meter Gateway bietet den Energieversorgern beziehungsweise den Gateway-Betreibern die Chance, das Submetering als zusätzliche Leistung zu erbringen und somit neue Geschäftsfelder zu erobern.

Da der Prozess durch die noch nicht auf dem Markt verfügbaren Smart-Meter-Gateways vergleichsweise langsam abläuft, wird die deutlichste Veränderung die Umstellung von der manuellen Ablesung auf die funkbasierte Ablesung sein. Diese wird in der neuen EU-Effizienzverordnung gefordert. Dieser Trend des Einsatzes von fernauslesbaren Zähler wird somit fortgeführt, heißt es weiter. (sg)