Mieterstrom lohnt sich nur mit Förderung

Mieterstrom kann dem Ausbau der Photovoltaik Auftrieb geben. Das Wirtschaftsministerium hat dazu eine neue Studie vorgelegt.

Das Bundeswirtschaftsministerium will mit dem EEG 2017, Mieter künftig stärker bei der Umsetzung der Energiewende miteinbeziehen. In vielen Fällen lohnt es sich aber nicht für Gebäudeeigentümer, Vermieter oder Dritte, das Potenzial von Mieterstrommodellen zu erschließen. Durch eine Förderung würde sich die Anzahl der rentablen Projekte deutlich erhöhen.

Das zeigt die Studie "Mieterstrom – Rechtliche Einordnung, Organisationsformen, Potenziale und Wirtschaftlichkeit von Mieterstrommodellen". Diese hat das Bundeswirtschaftsministerium gestern veröffentlicht, erstellt wurde sie von der Prognos AG und der Kanzlei Boos Hummel & Wegerich. Laut Staatssekretär Rainer Baake kann Mieterstrom ein Baustein sein, um dem Ausbau der Photovoltaik neuen Auftrieb zu verleihen.

Mieterstrom-Potenzial liegt bei 3,8 Mio. Wohnungen in Deutschland

Die Untersuchung zeigt weiterhin, dass mit einer direkten Vergütung Mieterstrommodelle zielgenauer und differenzierter gefördert werden können als mit einer pauschalen Verringerung der EEG-Umlage. Laut der Studie könnten in Deutschland 3,8 Mio. Wohnungen mit Mieterstrom versorgt werden. (hoe)