Wärmepumpen: Absatz leicht rückläufig

2015 wurden weniger Wärmepumpen verkauft als im Vorjahr. Die höheren Fördersätze zeigten aber dennoch deutlich Wirkung.

57 000 Heizungswärmepumpen sind 2015 in Deutschland verkauft worden. Das ist ein Minus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, 2014 hatte die Zahl der verkauften Geräte bei 58 000 gelegen. Das zeigt die gemeinsame Branchenstatistik des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) und des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Rückläufig entwickelte sich auch der Verkauf der Warmwasserwärmepumpen mit 12 500 Geräten, das ist ein Minus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Angesichts des schwierigen Marktumfelds seien die Absatzzahlen aber immer noch ein gutes Ergebnis, kommentierte BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski. Die Abwärtsspirale des Ölpreises und das Abwarten vieler Kunden durch die Debatte um Steuerabschreibungen zu Beginn des Jahres hätten ihre Spuren hinterlassen. Seit Ostern 2015 hätten die deutlich höheren Fördersätze für Wärmepumpen im Rahmen des Marktanreizprogrammes (MAP) jedoch einen wirksamen Anreiz gesetzt: Die Förderantragszahlen seien seit der Novelle sprunghaft angestiegen. 2015 wurden rund 16 000 Förderanträge für Wärmepumpen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingereicht – dies sei eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr.

Positiv entwickelt hat sich 2015 erneut der Absatz der Luft-/Wasserwärmepumpen. Von diesen wurden 40 000 Geräte verkauft, ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der verkauften Erdwärmepumpen fiel hingegen um 8,1 Prozent auf 17 000 Geräte. Die Verkaufszuwächse bei den Heizungswärmepumpen und den Sole-/Wasserwärmepumpen im letzten Quartal stimmen den Branchenverband aber dennoch zuversichtlich für das laufende Jahr. "Der unterjährige Anstieg der Absatzzahlen beweist die Marktbelebung durch das MAP. Die gestiegenen Antragszahlen sind keine Mitnahmeeffekte, sondern echtes Wachstum", erklärte Karl-Heinz Stawiarski. (hoe)