Bayerngas bohrt in Brandenburg nach Erdgas

Die Bayerngas GmbH plant, in der Gemeinde Beeskow im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg nach Gas zu suchen.

Bereits in den 1960-er Jahren sei in der Region Beeskow Erdgas nachgewiesen worden. Nachdem Bayerngas über das Tochterunternehmen Bayerngas Norge AS im skandinavischen und britischen Explorationsgeschäft tätig war, traut man sich nun auch ein Engagement und die Betriebsführerschaft in Deutschland zu.

Die vermutete Erdgas-Lagerstätte in der Lizenz Reudnitz, nahe der Stadt Beeskow, liegt in einer Sandsteinschicht in 2700–3000 m Tiefe. Das zu erwartende Gasvolumen betrage mehr als 5 Mrd. m3, so Bayerngas. Eine Menge mit der ca. 15 % der Haushalte in Brandenburg über einen Zeitraum von zehn Jahren mit einheimische Erdgas versorgt werden könnten.

Bayerngas weist darauf hin, dass die Bohrarbeiten nichts mit dem Fracking-Verfahren zu tun haben. Es handle sich stattdessen um eine klassische Erdgaslagerstätte in einer Sandsteinformation, bei der Erdgas durch seinen Eigendruck mittels einer einbetonierten Verrohrung kontrolliert an die Oberfläche gelange. Zudem werde eine technische Anlage errichtet, falls das förderbare Erdgas aus einem Gasgemisch von wirtschaftlich gewinnbarem Helium sowie ähnlich viel Stickstoff bestehen sollte. Mit dieser Anlage könne das Gasgemisch getrennt werden.

Ende 2012 wolle man Seismiklinien erstellen, diese dienen ausschließlich der Erdgassuche, betont das Unternehmen. (sg)