Im Forschungsprojekt NECOC entsteht eine integrierte Versuchsanlage, mit der ein neuer Prozess zur Reduktion des Treibhausgases CO2 in der Atmosphäre erprobt werden soll.
Bild: © Moritz Leg

Vom Treibhausgas zum Hightech-Rohstoff

Am Karlsruher KIT untersuchen Forscher wie CO2 aus der Luft gefiltert und als Rohstoff in der Industrie verwendet werden kann.

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht im Forschungsprojekt NECOC eine neue Versuchsanlage zur aktiven Reduktion des atmosphärischen Kohlendioxids (CO2). Die Anlage im Containermaßstab produziert aus dem in der Umgebungsluft enthaltenen CO2 das hochreine Kohlenstoffpulver „Carbon Black“, welches industriell als Rohstoff genutzt werden soll.

Forschungspartner sind die Ineratec GmbH, eine Ausgründung aus dem KIT, sowie Climeworks, eine Ausgründung der ETH Zürich. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Forschungsprojekt über drei Jahre mit insgesamt 1,5 Mio. Euro.

"Aus schädlichem Gas wird ein Rohstoff für Hightech-Anwendungen"

„Der in unserem Projekt verfolgte Ansatz ist es, CO2 aus der Atmosphäre abzutrennen und in Carbon Black umzuwandeln, einen pulverförmigen, hochreinen Kohlenstoff“, sagt Professor Thomas Wetzel vom Institut für Thermische Verfahrenstechnik (TVT) und Leiter des Karlsruher Flüssigmetalllabors KALLA am Institut für Thermische Energietechnik und Sicherheit (ITES) des KIT. „Aus einem schädlichen Treibhausgas wird so ein Rohstoff für Hightech-Anwendungen. Carbon Black kann etwa in der Elektronik-, Druck- und Bauindustrie eingesetzt werden.“ (pm)