Bau der Transadria-Pipeline hat begonnen

Die 870 Kilometer lange Pipeline soll die Abhängigkeit Europas von russischem Gas verringern.

Im griechischen Thessaloniki haben gestern die Bauarbeiten an der Transadria-Pipeline (TAP) begonnen. An den Eröffnungsfeierlichkeiten nahmen auch der EU-Vizekommissionspräsident Maros Sefcovic und Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras teil. Die Pipeline wird nach ihrer geplanten Fertigstellung in 2019/2020 eine Länge von 870 Kilometern haben und von Komotini (Griechenland) über Albanien bis nach Apulien (Süditalien) verlaufen. Sie wird Gas aus dem Shah Deniz II Gasfeld im Kaspischen Meer transportieren und öffnet zusammen mit der Transanatolischen Pipeline (TANAP) und der Südkaukasus-Pipeline (SCP) den südlichen Gaskorridor. Geplant ist, dass nach Fertigstellung zunächst zirka 10 Milliarden Kubikmeter Gas über den südlichen Gaskorridor nach Europa transportiert werden können, dieses Volumen soll langfristig weiter ansteigen.

"Wenn sie fertiggestellt ist, wird die TAP ein wichtiger Baustein für die europäische Energiesicherheit sein. Indem sie den Zugang zu Gas aus Aserbaidschan eröffnet, wird TAP es vielen Ländern auch in Mittel- und Südosteuropa ermöglichen, ihre Gasquellen zu diversifizieren", erklärte EU-Vizekommissionspräsident Sefcovic. (hoe)