Das Auslaufen der EEG-Vergütung bereitet den Betreibern von Biogasanlagen Kopfzerbrechen.
Bild: © Philipp Pohlmann/pixelio

Biomethan auch in kleinen Biogasanlagen erzeugen

Forscher wollen kleine, landwirtschaftliche Biogasanlagen fit machen für die Zeit nach der EEG-Vergütung. Möglich machen soll es ein neues Konzept, bei dem auf die Einspeisung des gewonnenen Methans in das Gasnetz verzichtet wird.

Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Regineering GmbH und der Technischen Hochschule Ingolstadt wollen herausfinden, ob auch kleinere, landwirtschaftlich geprägte Biogasanlagen für die Umwandlung von Kohlendioxid in Methan geeignet sind.

Dieses Power-to-Gas-Verfahren, das in größeren Anlagen bereits erfolgreich umgesetzt wird, gilt als wirtschaftlich vergleichsweise attraktive Möglichkeit, Strom zu speichern. Kleine Anlagen stehen jedoch häufig vor dem Problem, dass entweder kein Anschluss an das Gasnetz vorhanden ist oder die Einspeisung sehr aufwändig ist.

Verwertung vor Ort

Die Wissenschaftler arbeiten daher an einer Lösung, bei der das Biogas zwar in Methan umgewandelt, aber gleich vor Ort verwertet wird. Wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe erläutert, soll das Biogas dazu zuerst aus dem Fermenter ausgeschleust werden. Im Anschluss werden dessen CO2-Anteile katalytisch reduziert – und zwar dann, wenn der Strom besonders günstig ist. Danach landet das Biomethan wieder in der Gasblase, wo der Methananteil und damit auch der Energiegehalt des Biogases ansteigt.

Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Projekt läuft noch bis Ende 2022. (amo)