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BGR: Fracking verschärft Erdbebenrisiken

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat eine Abschätzung des Erdgaspotentials aus Schiefergas in Deutschland abgegeben.

Darin kommt die BGR zu dem Fazit, dass es in Deutschland beträchtliche Potentiale an Schiefergas gibt. Bis zu 2,3 Bill. m3 an Erdgas aus der geschätzten Schiefergasmenge von bis zu 22,6 Bill. m3 sei möglich. Dies wäre deutlich mehr Erdgas, als über konventionelle Erdgasressourcen (0,15 Bill. m3) und Erdgasreserven (0,145 Bill. m3) im Inland zur Verfügung stehen. Allerdings sei ein Anstieg der Erdgasproduktion im ähnlichen Maßstab und mit ähnlichen Auswirkungen wie in den USA nicht zu erwarten, teilte die BGR mit.

 

Die Risiken von Fracking-Maßnahmen zur Gewinnung von Schiefergas schätzt die BGR als sehr gering ein. Ein unkontrolliertes Entweichen von Fracking-Fluiden in angrenzende Formationen und das Grundwasser könne "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" ausgeschlossen werden. Die Substitutionen der derzeit eingesetzten Chemikalien im Frack-Fluid seien nicht umweltschädlich und könnten die Akzeptanz der Fracking-Methode steigern, so die BGR weiter.

 

Die Gefahr von Erdbeben aufgrund von Fracking-Maßnahmen sei im Norddeutschen Becken wie auch in großen Bereichen Deutschlands nur sehr gering und für die Bevölkerung nicht spürbar. In Regionen mit höherer Erdbebengefährdung hingegen, wie z. B. dem Rheingraben, könnten spürbare Erdbeben nicht ausgeschlossen werden. (sg)