Das Bundesverkehrsministerium investiert kräftig in H2-Autos und Tankstellen.
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BMVI fördert Brennstoffzellen-Anwendungen

Damit die Brennstoffzelle endlich den Marktdurchbruch schafft, investiert das BMVI in die H2-Antriebe, die nötige Infrastruktur und den Einsatz als Notstrom-Aggregat.

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) fördert weiterhin die Wasserstoff-Technologie. Über das sogenannte Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) hat das BMVI gut drei Mio. Euro für die Beschaffung von E-Autos mit Brennstoffzelle bewilligt. Dadurch können Länder und Kommunen über 220 Fahrzeuge anschaffen. Damit den H2-Autos nicht "die Puste ausgeht", fließen weitere 20,5 Mio. Euro aus dem Förderprogramm in den Aufbau von 20 Wasserstofftankstellen.

Brennstoffzelle als Notstromaggregat

Doch nicht nur auf den Straßen soll die Brennstoffzelle Einzug halten, sondern auch auf den Schienen. Bis 2022 sollen knapp 53 Mio. Euro für alternative Antriebe im Zugverkehr bereitstehen. Für Klaus Bonhoff, Geschäftsführer der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW), eine richtungsweisende Entscheidung: "2018 konnte der weltweit erste Brennstoffzellenzug 'Coradia iLint' in den Passagierbetrieb geschickt werden und Bombardier hat den ersten Batteriezug 'Talent 3' vorgestellt." Wenn jetzt zusätzlich knapp 53 Mio. Euro mehr in alternative Antriebe gesteckt werden, werde das den emissionsfreien Verkehr auf allen nichtelektrifizierten Strecken ein entscheidendes Stück voranbringen.

Damit nicht genug: Fünf Mio. Euro hält das Ministerium für den Markteintritt der Brennstoffzelle in die Stromversorgung vor. Die Brennstoffzelle verstromt den Wasserstoff. Dementsprechend kann sie eine zuverlässige Notstromversorgung des Digitalfunks der "Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" (BOS) leisten. Und das soll nun auch gefördert werden. (ls)