Gassco baut für den Boom. Eine neue Pipeline soll die Norwegischen Seen als neue Ressourcengeber erschließen.
Bild: © Øyvind Sætre/Gassco

Boom für Erdgaslieferungen aus Norwegen

Ein Rekordsommer nicht nur für Meteorologen – Gassco, der größte Fernleitungsnetzbetreiber Norwegens, hat noch nie so viel Gas exportiert wie in diesem Sommer.

Noch nie hat der norwegische Staatskonzern Gassco so viel Erdgas im Sommer nach Großbritanien, Deutschland, Belgien und Frankreich geliefert wie in den Monaten von Mai bis August diesen Jahres. 36,8 Mrd. Kubikmeter Gas wurden durch die Leitungen gedrückt. Damit toppt Gassco seinen bisherigen Rekordabsatz aus dem Sommer 2017. Gassco betreibt rund 7800 Kilometer Erdgasleitungen, darunter die wichtigen Leitungen für Zentraleuropa, Europipe I und II.

Die große Nachfrage war für die Norweger kein Problem, denn das Erdgasvorkommen vor der Küste habe zuverlässig geliefert und auch das Transportsystem sei auf die enorme Mengen ausgelegt, erklärt CEO Frode Leversund.

Neue Gasfelder dank Polarled-Pipeline

Ob 2018 den Vorjahresrekord am Ende knacken wird, bleibt abzuwarten, noch ist das Jahr nicht vorbei. 2017 exportierte Gassco 117, 4 Mrd. Kubikmeter Gas. Das war der höchste Absatz seit 40 Jahren und übertrifft die norwegische Wasserkraftproduktion um das Neunfache.

Damit der Handel weiterhin boomen kann, baut der Konzern derzeit die Polarled-Pipeline. Noch dieses Jahr soll Gas vom Feld in Aasta Hansteen zur Verarbeitungsanlage Nyhamma an der Westküste transportiert werden können. Das Projekt soll die Norwegischen Seen als neue Gasfelder erschließen. (ls)