Bildmontage: ZfK/Gottfried Hiesinger

Bund vertagt Fracking über Sommerpause hinweg

Der Bundestag wird nicht wie geplant am Freitag (3. Juli 15) übers Fracking-Paket abstimmen. Und in England ist ein Pilotprojekt abgelehnt worden.

Das Fracking-Paket kommt wohl nicht wie ursprünglich geplant am Freitag in den Bundestag. Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, sagte der Deutschen Presse-Agentur, man brauche für die "Klärung zentraler Fragen" mehr Zeit. Gründlichkeit gehe vor Schnelligkeit. Zuvor hatte die "Passauer Neue Presse" Ähnliches unter Berufung auf Kreise beider Koalitionsfraktionen geschrieben. Es gebe zahlreiche Änderungswünsche, fügte das Blatt hinzu.

Derweil ist das von der britischen konservativen Regierung erhoffte Probebohrungs-Projekt in der Kleinstadt Preston (Grafschaft Lancashire) vorerst gestoppt. Die "SZ" schreibt, das Grafschaftsparlament habe vier Fracking-Bohrlöcher der Firma Cuadrilla auf einer Kuhweide bei Preston überraschend mit 10:4 Stimmen gestoppt. Cuadrilla, das sich von den Probebohrungen Aufschlüsse über bis zu 100 kommerzielle Frack-Bohrungen erhofft hatte, drohte daraufhin mit Rechtsmitteln.

Unterdessen meldet der Fracking-freundliche deutsche Produzentenverband WEG die 500 000ste Postkarte an Abgeordnete und Minister in seiner Kampagne, die vordergründig zum Erhalt der heimischen Öl- und Gasproduktion aufruft. (geo)